Vertrag vorzeitig verlängert: FC Bayern baut weiterhin auf Sportdirektor Freund
Von Martin Moravec und Manuel Schwarz
München – Der FC Bayern München hat die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Christoph Freund (49) vorzeitig ausgeweitet. Wie der deutsche Rekordmeister im Fußball bekannt gab, wurde der ursprünglich bis Sommer 2027 laufende Vertrag nun bis Ende Juni 2029 verlängert.
Nach Vorstandsvorsitzendem Jan-Christian Dreesen (59) und Sportvorstand Max Eberl (52), die ebenfalls bis zum 30. Juni 2029 unter Vertrag stehen, ist damit die nächste Schlüsselposition in der Führung des Klubs langfristig gesichert.
„Christoph Freund nimmt bei all unseren sportlichen Entscheidungen eine entscheidende Rolle ein – wir sind froh, dass er auch künftig für den FC Bayern tätig sein wird“, erklärte Dreesen. „Die Erfolge der vergangenen Jahre sind zu einem großen Teil seinem herausragenden Engagement zu verdanken.“ Der Österreicher habe in den letzten drei Jahren „die Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, deutlich übertroffen.“
Mit der Verpflichtung von Freund im Sommer 2023 hatten die Bayern die Nachfolge des damaligen Sportvorstands Hasan Salihamidzic geregelt. Der Fußballmanager war von Red Bull Salzburg gekommen und prägt seitdem die Transferpolitik des Doublesiegers maßgeblich mit.
„Ich freue mich sehr, auch weiterhin meinen Beitrag zur Weiterentwicklung des FC Bayern leisten zu können“, wurde Freund in einer Pressemitteilung zitiert.
Dass es zu einer Vertragsverlängerung kommen würde, war bereits in den vergangenen Wochen durch Aussagen von Eberl und Präsident Herbert Hainer absehbar gewesen.
Seit 2015 war Freund als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg tätig. Dabei gelang es ihm und seinem Scouting-Team immer wieder, vielversprechende Talente zu entdecken, zu fördern und mit beachtlichem Gewinn weiterzuverkaufen.
Ein wohl bekanntestes Beispiel ist Erling Haaland, der über Salzburg und Borussia Dortmund zu Manchester City wechselte und dort eine beeindruckende Karriere startete. Auch Spieler wie der spätere Liverpooler und heutige Münchner Sadio Mané sowie Nationalspieler Karim Adeyemi entstammen der Talentschmiede von RB Salzburg.
Eine seiner Hauptaufgaben beim FC Bayern sieht Freund genau in dieser Entwicklung junger Spieler. „Unser Ziel ist es grundsätzlich, zahlreiche Nachwuchsspieler so zu fördern, dass sie ihr höchstes Potenzial ausschöpfen können“, erläuterte Freund kürzlich.
„Natürlich schaffen es nicht alle, am Ende beim FC Bayern Stammspieler zu werden, aber wenn viele von ihnen in anderen Ligen oder in der Bundesliga eine wichtige Rolle übernehmen, ist das ein großer Erfolg.“