Lok Leipzig bleibt (fast) unangefochtener Herrscher von Halle: Weiteres Comeback nach Rückstand!
Halle (Saale) – Fünf Wochen nach dem letzten Erfolg in der Liga schien es zunächst wieder auf einen Sieg für den 1. FC Lok Leipzig hinauszulaufen. Trotz eines 0:1-Rückstands zur Halbzeit und einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung kämpfte sich der Hallesche FC in der Nachspielzeit noch zum 2:2-Unentschieden zurück.
Trainer Torsten Ziegner zeigte sich trotz des nur einen Punktes nach einem 0:2-Rückstand gegen die Mannschaft aus Leutzsch stolz. Auch die erste Halbzeit, die vor 9.242 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion stattfand, konnte sich sehen lassen – auch wenn sie ohne Torerfolg blieb und sogar ein Gegentor eingefangen wurde.
Osman Atilgan, der von 2022 bis 2024 für Lok Leipzig spielte, setzte sich an der Grundlinie durch, drang in den Strafraum ein und legte flach vor das Tor, wo Soufian Benyamina – neu in der Startelf für Stanley Ratifo – nur noch einschieben musste – 1:0 für den HFC (44. Minute).
Nach sechs Pflichtspielsiegen in Folge deutete zunächst alles auf einen weiteren Erfolg hin.
Für Leipzig vergaben unter anderem der auffällige Jonas Arcalean (11./13.) sowie Ayodele Adetula (7.) gute Gelegenheiten. Adetula hatte beim 4:2-Auswärtssieg vor fast genau einem Jahr sogar einen Dreierpack erzielt. In der Regionalliga Nordost war es bereits der zweite Sieg im zweiten Gastspiel beim HFC.
Die Rot-Weißen, die durch den Patzer des CFC gegen Magdeburg II (1:2) vorübergehend mit Spitzenreiter Erfurt gleichzogen, waren nach der ersten Halbzeit jedoch noch längst nicht sicher. Dass der FCL Rückstände aufholen kann, haben sie schon mehrfach bewiesen.
Zunächst stand der kürzlich aus der 3. Liga abgestiegene Verein von 2024 kurz davor, die Führung auszubauen. Toptorjäger Niclas Stierlin kam vor Keeper Jonas Wendlinger an den Ball, sein Kopfball verfehlte jedoch knapp das Tor (55.).
Dann fiel der Ausgleich: Arcalean wurde lang geschickt, umspielte den Torwart Bendel und traf aus spitzem Winkel zum 1:1 (61.). Die Abwehraktion von Vin Kastull konnte daran nichts ändern.
Nach einem Lattentreffer von Nils Kaiser (67.) und einer weiteren Großchance für Atilgan (68.) gelang den Gästen die Führung! Artur Mergel zog aus 18 Metern zentral ab, weder Kastull noch Bendel konnten den Einschlag verhindern – 2:1 für Lok (71.)!
Nach der roten Karte für Niklas Landgraf wegen Notbremse in seinem 300. Einsatz für den HFC feierten die Hausherren in der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich: Fabrice Hartmann verwandelte einen Freistoß unter Beteiligung von Wendlinger zum 2:2-Endstand (90.+5).
Tabelle Regionalliga Nordost
Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.