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Fanprotest mit Papierfliegern: Schiedsrichter bricht Erstliga-Partie ab – jedoch aus anderem Grund

Madrid (Spanien) – Was war da los? Mit einer ungewöhnlichen Aktion brachten die Anhänger des spanischen Fußball-Erstligisten Rayo Vallecano am Samstag während des LaLiga-Spiels gegen Athletic Bilbao ihren Unmut über die Klubführung zum Ausdruck und richteten ihren Protest insbesondere gegen Präsident Raúl Martín Presa (49).

Die Fans aus dem Madrider Viertel Vallecas werfen dem 49-Jährigen Fehlverwaltung vor und sind vor allem wegen der vom Ministerium für Kultur, Tourismus und Sport entzogenen Spielgenehmigung für das heimische Stadion verärgert.

Ende Juli waren bei einer Inspektion erhebliche Sicherheitsmängel im Stadion festgestellt worden.

Ihre Frustration machten die Anhänger auf eine ungewöhnliche Art in der 13. Spielminute deutlich: Während das Spiel noch 0:0 stand, warfen sie Papierflieger, kleine Bälle und weitere Gegenstände auf das Spielfeld.

Daraufhin unterbrach Schiedsrichter José María Sánchez Martínez (43) die Partie und schickte die Spieler zum Pausieren in den Spielertunnel.

Ordner begannen währenddessen mit dem Aufräumen und sammelten die gefalteten Protestflieger samt Anleitung wieder ein.

Nach einer zehnminütigen Pause wurde das Spiel wieder aufgenommen. Doch nur kurze Zeit später landeten erneut Gegenstände auf dem Spielfeld, woraufhin das Schiedsrichterteam sich mit den Delegierten und Vertretern der Vereine beriet.

Die große Frage war, ob die Begegnung überhaupt fortgesetzt werden kann. Nach fast einer Stunde kam schließlich die Entscheidung: Das Spiel wird abgebrochen.

Wie die Tageszeitung „La Vanguardia“ berichtete, lagen dem Abbruch laut Spielbericht jedoch nicht die Papierflieger zugrunde. Stattdessen wurde vermerkt, dass die Polizei vor Ort die Sicherheit nicht gewährleisten konnte.

Nun gilt es, einen Termin für die ausstehenden 77 Minuten zu finden. LaLiga, die beteiligten Klubs und der spanische Fußballverband (RFEF) müssen sich dazu noch abstimmen.