zurück

Hertha BSC: Wird Fabian Reese zum neuen Max Kruse? Warum ein Wechsel trotz Abstieg sinnvoll ist

Berlin – Fabian Reese (28) hegt den Wunsch, endlich in der Bundesliga zu spielen. Da sich dieser Traum mit Hertha BSC bisher nicht verwirklichen ließ, plant der Spieler offenbar einen Wechsel – und zwar trotz zahlreicher Bekenntnisse zur Loyalität zu einem Verein aus der 2. Liga.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, haben sich der Publikumsliebling und wichtige Spieler der Alten Dame bereits mit dem VfL Wolfsburg auf alle persönlichen Vertragsdetails verständigt.

Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub soll Reese seinen Wechselwunsch auch offiziell bei den Verantwortlichen rund um Benjamin Weber (46) geäußert haben. Die Niedersachsen hatten zuvor intensiv um den Rechtsfuß geworben.

Nun müssen lediglich noch die beiden Klubs die Ablösebedingungen klären. Laut der Boulevardzeitung möchte Hertha den Spieler nicht für weniger als acht Millionen Euro abgeben, während die Wölfe bereit sind, lediglich sechs Millionen zu zahlen – hier müssen sich beide Parteien also noch auf einen Kompromiss einigen.

Somit würde der 28-Jährige einen Weg einschlagen, den schon Max Kruse (38) im Winter 2022 gegangen ist: Er verließ Union Berlin in Richtung Wolfsburg, um dort „unfinished Business“ zu erledigen. Dass bei diesem Wechsel auch finanzielle Aspekte eine wichtige Rolle spielten, ist kein Geheimnis.

Ein weiterer Vorteil bei Kruses Transfer war, dass er und seine Frau Dilara (35) ihren Wohnsitz in Berlin behalten konnten, da Wolfsburg mit dem ICE in etwa einer Stunde erreichbar ist.

Ob Reese einem ähnlichen Konzept folgt, bleibt abzuwarten. Allerdings hat er in der Vergangenheit mehrfach seine Verbundenheit zur Hauptstadt betont und engagiert sich zusammen mit seiner Verlobten Johanna Grünewald in sozialen Projekten vor Ort.

Insofern macht ein Wechsel zum VfL durchaus Sinn. Außerdem würde er seinem Ziel, in der Bundesliga Fuß zu fassen, damit einen großen Schritt näherkommen, da die Wolfsburger nach dem überraschenden Abstieg alles daran setzen werden, schnell wieder aufzusteigen.

Für Hertha, die nach dem verpassten Wiederaufstieg den Gürtel enger schnallen muss und auf Einnahmen aus Transfers angewiesen ist, wäre der Verlust ihres Leistungsträgers sportlich ein herber Rückschlag. Doch die Ablöse sowie die Einsparung seines hohen Gehalts könnten sich langfristig als Vorteil erweisen.

Dass die Anhänger der Blau-Weißen diesen Schritt wohl anders bewerten, ist kaum zu bezweifeln – gerade weil Reese seine Verbundenheit zu Hertha stets betont hat. Die Kritik dürfte ihm spätestens bei seiner Rückkehr ins Olympiastadion entgegen schlagen, zumal er nun ausgerechnet bei einem direkten Konkurrenten spielt.