Ehemaliger Ski-Profi kritisiert verweichlichte Sport-Jugend: „Zähne zusammenbeißen und durchhalten“
Österreich – Fehlt der heutigen Sport-Jugend die nötige Widerstandskraft? Während seiner aktiven Laufbahn als Skirennläufer konnte Armin Assinger (62) vier Weltcuprennen für sich entscheiden. Danach wurde er in Österreich als TV-Moderator bekannt. Nun übte er scharfe Kritik an der jüngeren Generation.
„Heutzutage wird kaum noch gezählt, nicht einmal beim Fußball, weil jeder ein Gewinner sein muss. Dabei ist das völliger Unsinn, denn so läuft das Leben nicht“, erklärte der 62-Jährige in der aktuellen Ausgabe des Politik-Podcasts „Streitwert“ und bezog sich auf die Situation im Nachwuchssport.
Der Ski-Experte des ORF und Moderator der österreichischen Version von „Wer wird Millionär“ stellte infrage, ob junge Sportler von dieser Einstellung wirklich profitieren. „Das stellen mittlerweile sogar die Deutschen infrage“, fügte er hinzu.
„Aus Niederlagen lernt man deutlich mehr“, betonte der Olympia-Teilnehmer von 1994. „Was sollen die Jugendlichen heutzutage lernen, wenn sie ständig nur gewinnen?“, fragte er rhetorisch.
Irgendwann werde es für die Nachwuchssportler ein „böses Erwachen“ geben, wenn sie auf höherem Niveau doch mal Rückschläge erleben müssten.
„Manchmal ist es wichtig, die Zähne zusammenzubeißen und einfach unbeirrt den Weg weiterzugehen“, verdeutlichte Assinger seinen Standpunkt.
Besonders treffend fand er in diesem Zusammenhang das Zitat des österreichischen Tennis-Coaches Günter Bresnik (65), der unter anderem Dominic Thiem (33) betreute: „In die Weltklasse wird man nie gestreichelt.“
Die „härtere Schule“ seiner eigenen Jugendzeit habe ihm als ausgebildetem Gendarmen beigebracht, sich auch bei „kleinsten Gegenwinden“ nicht unterkriegen zu lassen.
Zwar räumte der TV-Star ein, dass sich solche Aussagen leicht treffen lassen und sein Weg nicht für alle der richtige sein muss, doch „wer es nicht versucht, wird es auch niemals erfahren“, schloss der Ex-Skirennläufer.