Aue im Sachsenpokal: Mit Ernsthaftigkeit nach Weißwasser, „so schaffen wir den Einzug ins nächste Runde“
Aue-Bad Schlema – Erzgebirge Aue startet am Samstag seine Titelverteidigung im Sachsenpokal mit einer anspruchsvollen Auswärtsfahrt zum VfB Weißwasser 1909. Zwischen dem Lößnitztal und dem Turnerheim liegen stolze 217 Kilometer Entfernung, zudem trennen beide Teams drei Spielklassen.
Sportlich scheint die Ausgangslage also klar zu sein? „Man sagt nicht umsonst, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat“, erinnert Finn Heidrich (19) daran, denn für den Gegner ist diese Begegnung das Highlight der Saison – und das gegen den amtierenden Pokalsieger.
„Ich bin jedoch überzeugt, dass wir weiterkommen, wenn wir die Sache konzentriert angehen und unser Leistungsvermögen auf den Platz bringen“, meint der 19-Jährige, der im Sommer von Energie Cottbus zu Aue wechselte und damit in gewisser Weise in die Fußstapfen seines Vaters Matthias (48) tritt.
Letzterer besuchte ihn übrigens am Sonntag im Leipziger Bruno-Plache-Stadion, um seinem Sohn zuzusehen und ihm anschließend in der Mixed Zone zu gratulieren.
Heidrich junior beschrieb den Erfolg gegen den zweifachen Regionalliga-Meister als „eine riesige emotionale Erfahrung und eine enorme Erleichterung“.
Im defensiven Mittelfeld stand er, mit Ausnahme des Auftaktspiels gegen Altglienicke, stets auf dem Platz – gegen den BFC Preussen in der Startelf, ansonsten meist als Einwechselspieler.
Die Konkurrenz auf der Sechs ist mit Devin Angleberger und Nils Lihsek jedoch groß.
Heidrich erklärt: „Ich bin dankbar, dass ich regelmäßig spielen darf und das Vertrauen bekomme. Mein Ziel ist es, häufiger von Beginn an zu starten und mehr Einsatzzeiten zu erhalten. Dafür habe ich noch etwas Arbeit vor mir.“
Der Landespokal bietet die ideale Gelegenheit, sich weiter zu empfehlen, denn Trainer Khvicha Shubitidze (51) plant, an der ein oder anderen Position Veränderungen vorzunehmen, um nach den anstrengenden ersten fünf Wochen frische Kräfte einzusetzen.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Regionalliga Nordost erhält in dieser Saison den direkten Aufstieg in die 3. Liga.