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Erzgebirge Aue unterliegt erneut dem Halleschen FC: Top-Torjäger im Bezirksderby gesperrt

Aue – Traurige Nachrichten für Erzgebirge Aue! Am Sonntag verloren die Veilchen ihr Heimspiel gegen den Halleschen FC mit 0:1 (0:0) und rutschen durch die dritte Niederlage in Folge allmählich ins Mittelmaß der Regionalliga Nordost ab. Zudem wird Tim Maciejewski in der kommenden Partie gegen den FSV Zwickau aufgrund einer Sperre fehlen.

In den vergangenen Wochen hatten tief verteidigende Gegner dem Schacht große Probleme bereitet. Umso vorteilhafter war es, dass Halle nicht die Defensive suchte, sondern aktiv ins Spielgeschehen eingriff.

Doch wie reagierte das Team von Shubitidze darauf? Es setzte auf lange Bälle zu Christoph Pauling und Aurel Loubongo, die für Nils Lihsek und Simon Skarlatidis neu in der Startaufstellung standen. Diese Taktik verpuffte jedoch wegen mangelnder Umsetzung.

Ähnlich verhielt es sich bei den Flanken von den Außenbahnen zu Marcel Bär, der erneut durch fehlende präzise Zuspiele isoliert agieren musste. Mit fortschreitender Spielzeit wurde die Stimmung auf den Rängen – mit Ausnahme der Blöcke O und P – zunehmend unruhig und unzufrieden.

Die Enttäuschung war verständlich, denn fußballerisch bot das Team wenig Ansprechendes.

Der zweite Durchgang setzte diese schwache Leistung fort. Es mangelte an Struktur und einem klaren Spielkonzept. Stattdessen dominierten ungenaue Pässe oder planloses Herumgeschlage das Geschehen. Die Gäste leisteten zwar auch nicht viel, doch Aue machte es ihnen durch eigene Fehler extrem leicht, als Sieger vom Platz zu gehen.

Besonders bitter: Tim Maciejewski, der bereits mit Gelb vorbelastet war, foulte seinen Gegenspieler vor dem Strafraum und kassierte die rote Karte. Der Spieler, der in den letzten Wochen einer der besten Veilchen war und mit sechs Toren Top-Torschütze ist, fehlt somit ausgerechnet im wichtigen Bezirksderby.

In Überzahl zog der HFC zunehmend das Tempo an und setzte Aue unter Druck. Skurril war, dass durch eine Verzögerung beim Einwechseln von Hugo Kaps, der erst auf den Ball von Marcel Bär warten musste, die Gastgeber in der Schlussphase für kurze Zeit nur neun Spieler auf dem Platz hatten. Diese kritische Phase überstanden sie jedoch unbeschadet und wehrten sich bis in die Nachspielzeit gegen eine weitere Niederlage.

Doch dann gelang den Hallensern über die rechte Abwehrseite eine Flanke, die am langen Pfosten Fabrice Hartmann (90.+1.) per Kopf verwertete – der späte Genickschlag für Aue.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Regionalliga Nordost sichert sich in dieser Saison den direkten Aufstieg in die 3. Liga.