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Teammanager Kramer war früher selbst Spieler beim FCE: So sehr schwärmt er von Aue

Aue-Bad Schlema – Hätte man Uwe Kramer vor rund einem Monat gesagt: „Ende Juni bist du Teammanager des FC Erzgebirge“, hätte der 49-Jährige wohl ungläubig reagiert. Doch unerwartete Wendungen gehören manchmal dazu. Nun hat er die neue Position übernommen, die erste Arbeitswoche liegt hinter ihm – und das in einem Umfeld, das ihm keineswegs fremd ist.

Zwar ist vieles neu für ihn, doch die meisten Gesichter sind ihm vertraut. So spielte er zum Beispiel gemeinsam mit Marketingchef Enrico Barth (56) und Co-Trainer Enrico Kern (47) selbst für die Veilchen und begann hier seine Karriere im Profifußball.

Beim FSV Zwickau war Kramer unter Trainer Kvicha Shubitidze (51) Mannschaftskapitän. Zudem steht ihm Bernd „Zimbo“ Zimmermann, die gute Seele des Vereins, weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Zimmermann war bereits Teammanager, als Kramer von 1998 bis 2000 in Lila-Weiß auflief.

„Wie alle hier“, betont Kramer. „Ich treffe ausschließlich auf Menschen, die mich unterstützen, jeder gibt hilfreiche Tipps und alle ziehen mit. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich herzlich“, schwärmt er. „Das ist eine große Familie, die eigentlich nicht in der Regionalliga spielen sollte“, meint der Auerbacher mit Überzeugung.

Sein Ziel ist klar: Er möchte dazu beitragen, dass Aue bald wieder in den bezahlten Profi-Fußball zurückkehrt. Doch wie kam er überhaupt zu dieser Aufgabe?

„Ich habe mich beworben“, antwortet Kramer. „Diese Tätigkeit habe ich in der Liga bereits beim VfB ausgeübt, wenn auch in deutlich kleinerem Umfang. Zudem habe ich Sportökonomie studiert, das passt also perfekt zu mir. Als ich von der ausgeschriebenen Stelle hörte, habe ich mich ganz normal beworben, wurde eingeladen – und bekam den Job.“

Für ihn ist dieser Schritt in die große Fußballwelt „ein kleiner Traum“, wie er selbst sagt. Die Rolle des Teammanagers ist ein 24-Stunden-Job, das spürte er bereits in den ersten Tagen.

„Zwischendurch war ich schon ganz schön gefordert“, lacht er. Neben seiner Tätigkeit in Aue betreibt er in der Innenstadt gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Mario Oehl einen Sportladen. „Mit ihm ist alles abgesprochen, auf Mario kann ich mich verlassen. Das läuft gut“, so Kramer.

Bevor alles mit Oehl geklärt war, holte er die Zustimmung seiner Familie ein. „Das ist schon ein großer Unterschied. Ich bin kaum noch zu Hause, da braucht man vor allem das Verständnis und die Unterstützung der Familie – und die habe ich.“ So kann er sich voll und ganz auf seine Aufgabe bei Aue konzentrieren. Für Kramer fühlt sich das „fast wie ein Stück Heimat“ an.