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Spitzenspiel vor Abbruch, Ausgleich in der 101. Minute: FCE erkämpft verrücktes Unentschieden bei RWE

Erfurt – Was für eine beeindruckende Reaktion zeigte Erzgebirge Aue hier! In der 101. Minute erzielte Willi Kamm den verdienten Ausgleich zum 2:2 (0:1) beim Tabellenführer der Regionalliga, Rot-Weiß Erfurt. Für die personell angeschlagenen Veilchen ist dieses Ergebnis ein großer Erfolg.

Zwischenzeitlich geriet das Spiel jedoch fast in den Hintergrund, da Ausschreitungen von RWE-Anhängern in der zweiten Halbzeit durch ihren massiven Einsatz von Pyrotechnik zu einer langen Unterbrechung führten. Dadurch kam es zu einer ungewöhnlich langen Nachspielzeit von 13 Minuten, und die Begegnung stand kurz vor dem Abbruch.

„So etwas hat im Stadion nichts zu suchen! Es ist gefährlich und unterbricht den Spielfluss. Man darf so etwas nicht tolerieren“, äußerte sich Aues derzeit verletzter Kapitän Marcel Bär während der Pause im MDR kritisch.

Neben dem 34-Jährigen fehlte auch Linus Queißer aufgrund einer Erkältung. Trotzdem präsentierte sich das Team von Schacht beim Spitzenreiter sehr stark. Kaderplaner Steffen Ziffert lobte zur Halbzeit im MDR eine Auer Mannschaft, die das Spiel zeitweise kontrollierte und kaum Chancen zuließ.

Wie schon zuvor beim Spiel gegen Magdeburg II war es erneut Christoph Pauling (13.), der in der Offensive Bär vertrat und zum Anspielpunkt wurde. Martin Männel schlug einen langen Ball, den Willi Kamm perfekt auf Pauling weiterleitete.

Im Duell mit Maxime Awoudja – der sich dabei ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzte – behielt der Stürmer die Oberhand und entschied sich, den Ball flach anstatt halbhoch ins lange Eck zu spielen. Lorenz Otto konnte jedoch mit einem Fußreflex parieren.

Das hätte beinahe das Spiel entschieden, zumal Aue nicht mit ihrer besten Offensive agieren konnte. Defensiv zeigten sich die Gäste gegen die mit Abstand stärkste Offensive der Regionalliga Nordost allerdings robust – bis auf eine Situation vor der Pause.

Bei einer Ecke von Erfurt stand Bastian Strietzel zu weit von Romario Hajrulla entfernt (39.), der den Ball mit dem linken Knie im Tor unterbrachte. Kurz nach dem Wiederanpfiff antwortete Aue. Der auffällige Pauling holte an der linken Strafraumkante einen Strafstoß heraus, den Tim Maciejewski (49.) sicher verwandelte.

Kurz darauf wurden im Erfurter Fanblock sämtliche Pyrotechnik gezündet. Daraufhin verließen beide Mannschaften den Platz, begleitet von der Ansage, dass das Spiel abgebrochen wird, sollte erneut gezündelt werden. Nach Wiederbeginn taten sich beide Teams schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen.

Rot-Weiß Erfurt zeigte danach etwas mehr Offensivdrang und kombinierte über Raphael Assibey-Mensah und Stanislav Fehler, der in der Mitte Dustin Forkel (89.) fand. Durch die Pyro-Unterbrechung verlängerte der Schiedsrichter die Nachspielzeit auf 13 Minuten. Diese Zusatzzeit nutzte Aue schließlich geschickt aus...

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison direkt in die 3. Liga auf.