„Das wollen die Zuschauer sehen“: Welche Lehren Aue aus dem Pokal für die Liga zieht
Aue – Was kann Erzgebirge Aue aus dem Pokalduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim für den harten Ligaalltag in der Regionalliga Nordost mitnehmen, der am Mittwochabend im Erzgebirgsstadion gegen Hertha BSC II weitergeht?
Cheftrainer Khvicha Shubitidze (51) lobte vor allem die Einsatzbereitschaft: „Die Leidenschaft und wie wir uns reingehängt haben, das hat mir wirklich gefallen.“
Nicht nur in der Defensive, sondern auch mit Ball am Fuß zeigte das Team stellenweise ansprechende Ansätze, auf denen sich aufbauen lässt.
„Phasenweise hatten wir im Ballbesitz durchaus akzeptable Aktionen. Gegen eine so spielstarke Mannschaft musst du dich erst einmal so befreien können, wie es uns drei- oder viermal gelungen ist“, erkannte Shubitidze positive Elemente im Offensivspiel seiner Mannschaft.
Vor allem in der ersten Halbzeit erzielten die Veilchen einige schnelle Umschaltsituationen, die bis in den gegnerischen Strafraum gut vorgetragen wurden. Im entscheidenden Moment fehlte jedoch das gewisse Etwas.
Auch Kapitän Marcel Bär (34) sah das ähnlich: „Wir hatten gute Phasen, allerdings hat in manchen Situationen der letzte Pass oder ein paar Zentimeter gefehlt. Einen Vorwurf kann ich der Mannschaft aber nicht machen, sie hat gekämpft, alles gegeben – und genau das möchte das Publikum sehen, genau das wollen wir zeigen. Jetzt richten wir unseren Fokus wieder voll auf die Liga.“
Obwohl das Spiel gegen den Bundesligisten kein direkter Maßstab für die vierte Liga ist, lieferte die Partie wichtige Erkenntnisse darüber, was noch verbessert werden kann oder sogar zwingend notwendig ist.
Bär ergänzte: „Wir müssen die Szenen, in denen der letzte Pass oder die entscheidenden Zentimeter gefehlt haben, besser nutzen. Auch in Bezug auf die Gegentore müssen wir unbedingt noch Fortschritte erzielen.“
Wie TAG24 kürzlich berichtete, plant Aue, die Defensive mit einem großgewachsenen Innenverteidiger zu verstärken. Zu diesem Zweck absolvierte der tschechische Abwehrspieler Daniel Fisl (26) ein Probetraining.
Der 1,91 Meter große Verteidiger, der zuletzt bei Viktoria Zizkov in der tschechischen zweiten Liga spielte, ist derzeit jedoch kein Thema, wie Pressesprecher Lars Töffling bestätigte.