Tschechische Tradition bei Aue: Fisl weckt Hoffnungen
Aue-Bad Schlema – Erzgebirge Aue zeigte sich im Transferfinale ungewöhnlich zurückhaltend und verstärkte ausschließlich die Defensive, wo mit Daniel Fisl (26) ein fehlendes Puzzlestück ergänzt wurde. Der 26-jährige Tscheche bringt nicht nur Körpergröße, sondern auch körperliche Robustheit mit. Kaderplaner Steffen Ziffert (62) hob zudem die exzellente fußballerische Ausbildung hervor, die der Verteidiger beim Traditionsklub Sparta Prag erhalten hat.
Kommunikation – Da Fisl lediglich Tschechisch und etwas Englisch spricht – sowie seine noch nicht voll ausgeprägte Spielpraxis – standen diesen positiven Aspekten und den guten Eindrücken aus dem Probetraining einige Hürden gegenüber, die bei der Entscheidungsfindung für den Transfer berücksichtigt wurden.
Im Lößnitztal fiel schließlich die Entscheidung zugunsten des Spielers, der am Samstag im Sachsenpokal gegen Weißwasser einen ersten Eindruck unter Wettbewerbsbedingungen sammeln konnte – inklusive Torjubel, als Fisl zum zwischenzeitlichen 4:0 traf.
„Es freut mich sehr, dass er gleich im ersten Pflichtspiel getroffen hat“, zeigte sich Ziffert im Anschluss zufrieden. Und wie fällt das Fazit des Neuzugangs selbst aus?
„Es war großartig, zum ersten Mal mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen, und ich habe es wirklich genossen“, so Fisl. Die Verbindung zwischen Aue und tschechischen Spielern hat Tradition und erwies sich in der Vergangenheit häufig als vorteilhaft. Man denke nur an Richard Dostalek (52), Jiri Kaufmann (46), Petr Grund (55), Radek Sionko (50) oder Rostislav Broum (52).
Fisls erste Eindrücke von seinen neuen Teamkollegen sind durchweg positiv. „Die Jungs haben mich sehr herzlich aufgenommen und mir den Einstieg enorm erleichtert, sodass ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe“, berichtet der 17. und bisher letzte Neuzugang der Veilchen.
Das vorrangige Ziel für die kommenden Wochen besteht darin, die nötige Spielpraxis und Fitness zu entwickeln.
Fisl: „Ich blicke mit großer Vorfreude auf die nächsten Partien und möchte der Mannschaft so gut wie möglich weiterhelfen.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Heimspiel am Samstag gegen Luckenwalde.
Regionalliga Nordost Tabelle
In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.