Aue tut sich gegen Luckenwalde schwerer als nötig: „Wir sind noch nicht in der Lage, das über volle 90 Minuten durchzuziehen“
Aue – Hätte man ein Drehbuch für die Partie gegen Luckenwalde schreiben können, hätten Tim Maciejewski (25) und Martin Männel (38) vom FC Erzgebirge Aue darin sicherlich eine Rolle gespielt. Während Maciejewski mit seinem Doppelpack gegen seinen Ex-Verein den Sieg für die Veilchen sicherte, war es Altmeister Männel, der im Jubiläumsspiel seinen Mitspielern in der Schlussphase durch eine entscheidende Aktion den Sieg rettete.
Solche Geschichten sind es, die Fußball so besonders machen – gerade, wie Erzgebirge Aue beim 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen die Brandenburger ablieferte. Allerdings lag es allein an den Gastgebern, dass dieses Spiel erst zum spannenden Krimi wurde.
„Wir starteten gut, erzielten die Führung und hätten eigentlich das zweite oder dritte Tor nachlegen müssen. Stattdessen kassierten wir aus dem Nichts den Ausgleich, durch die erste Chance, die wir zuließen. In der zweiten Halbzeit nahmen wir uns erneut etwas vor, erzielten das 2:1 und kontrollierten das Spiel wieder. Was wir uns ankreiden müssen, ist, dass wir nicht noch mehr Tore erzielt haben“, analysierte Doppeltorschütze Maciejewski (6./48.) die Leistung seiner Mannschaft.
Trainer Khvicha Shubitidze (52) zeigte sich in erster Linie zufrieden darüber, dass Aue die drei Punkte einfahren konnte und somit weiterhin im Rennen um die Spitze mit dem Spitzenduo aus Erfurt und Chemnitz bleibt.
Was neben dem Rückstand von drei Zählern auf die Tabellenspitze noch fehlt, erklärte der 52-jährige Fußballlehrer so: „Wir waren zwar sehr dominant, jedoch noch nicht in der Lage, diese Leistung über die gesamten 90 Minuten abzurufen. Wir arbeiten daran und schaffen es derzeit vielleicht 30 Minuten in der ersten und 20 Minuten in der zweiten Halbzeit. Unser Ziel ist es, diese Phasen zukünftig zu verlängern.“
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Spiel mit Ball: Vor dem Strafraum fehlen oft die passenden Lösungen. Stürmer Marcel Bär (34) rückte im zweiten Durchgang mit der Einwechslung von Christoph Pauling (26) wieder hinter die Spitze zurück und holte sich überall die Bälle, doch es mangelte an Anspielstationen.
Shubitidze ergänzte: „Wir haben Schwierigkeiten gegen tief stehende Gegner. Das hat Hertha bereits gezeigt, und wahrscheinlich hat sich Luckenwalde davon etwas abgeschaut. Sie verteidigten mit einer Fünferkette und zwei bis drei Spielern davor, wodurch es schwer war, Lücken zu finden.“
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Regionalliga Nordost wird in dieser Saison direkt in die 3. Liga aufsteigen.