„Shubis“ FCE stellt sich der hochgerüsteten VSG: „Kein Anlass, sich vor irgendjemandem zu verstecken“
Aue – Veilchen-Trainer Khvicha Shubitidze (51) hielt sich vor dem Auftakt am Samstag um 14.30 Uhr gegen die VSG Altglienicke bedeckt und gab nur wenig Einblick in seine Pläne. Der 51-Jährige setzte eher auf das Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“.
Zur Frage des Torwarts äußerte er sich nicht. Auch zu den noch offenen drei bis vier Positionen in der Anfangsformation gab es keine konkreten Informationen. Die taktische Ausrichtung bleibt vorerst ein gut gehütetes Geheimnis des Trainerstabs.
Mit insgesamt 16 Neuzugängen ist der FC Erzgebirge ohnehin ein großes Überraschungspaket – und dieses Gefühl wird sich mindestens bis zum Anpfiff halten. Dennoch konnte und wollte „Shubi“ ein wenig verraten: „Die Eindrücke sind durchweg positiv. Die Jungs machen das für unsere Verhältnisse sehr, sehr ordentlich.“
Der Coach hat zudem die Qual der Wahl. Bis auf Jonas Kehl (25), der wegen einer Sprunggelenksverletzung mit anschließender Reha vier bis sechs Wochen ausfallen wird, sind alle Spieler fit und einsatzbereit.
Aufgrund des umfangreichen Umbruchs wurden die Karten neu gemischt; hier gibt es keine festen Stammplätze. Shubitidze betont: „Die Spieler müssen sich beweisen, um sich ihren Platz zu sichern.“
Die bisherigen Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen ihm, dass bei der Zusammenstellung des Kaders „viele richtige Entscheidungen“ getroffen wurden. Wo Aue sportlich tatsächlich steht, lässt sich jedoch erst nach dem Spiel am Samstagnachmittag genau beurteilen – zumal Aufstiegsfavorit Altglienicke gleich zu Beginn eine der größten Herausforderungen auf dem Spielplan darstellt.
„Ich ziehe es vor, gleich zu Beginn einen echten Gradmesser zu haben und sofort zu prüfen, ob meine Einschätzungen der letzten Wochen stimmen“, hofft Shubitidze, kurz nach 16.15 Uhr Klarheit über die Leistungsfähigkeit seines Teams zu erhalten.
Besonders zuversichtlich stimmt ihn die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft, die sich in zahlreichen Einzelgesprächen gezeigt hat. Schließlich ließ er sich doch noch ein kleines bisschen in die Karten schauen.
„Wir spielen zu Hause! Unsere Ambition ist es, die gesamte Saison mit voller Energie anzugehen. Ich sehe keinen Grund, sich vor irgendjemandem zu verstecken – im Gegenteil: Wir wollen selbst eine Macht werden!“