Emotionale Explosion nach Aue-Sieg: „Genau dafür spielen wir Fußball“
Aue-Bad Schlema/Leipzig – „Aue ist der beste Verein der Welt“, hallte es durch das Bruno-Plache-Stadion. Am Sonntag konnte sich der FC Erzgebirge Erzgebirge Aue im spannenden Duell gegen Lok Leipzig durchsetzen. Marcel Bär erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 2:1 (0:0).
„Das war eine wahre Gefühlswelle. Genau aus diesem Grund sind wir Fußballer geworden“, brachte es der 34-Jährige voller Begeisterung zum Ausdruck. Kurz darauf unterbrach ihn Simon Skarlatidis (35), der ihm beim Vorbeigehen in der Mixed-Zone kräftig auf den Rücken klopfte, um zu gratulieren.
Nachdem sich „Cello“ wieder gefasst hatte, sprach er über die enorme Anstrengung, die dieser Sieg gekostet hatte. Linus Queißer (22), der zwischenzeitlich mit 1:0 getroffen hatte, hob zuvor bereits hervor, wie viele Wege Bär im Verlauf der Partie gegangen war. Schließlich startete dieser noch einen entscheidenden Lauf in die Tiefe und schickte den Ball mit einem Heber über Justin Duda (23).
Bär erklärte: „In der fünften Minute hatte ich eine Möglichkeit, bei der ich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann. Aber ich wusste, dass ich noch eine weitere Chance bekommen würde.“
Diese nutzte er dann eiskalt wie kaum ein anderer. „Ich spürte, dass ich dem Verteidiger einen Schritt voraus war. Dann gibt man noch einmal alles und konzentriert sich darauf, den Ball sauber zu chippen. Bei diesem stumpfen Rasen kann alles passieren. Ich bin froh, dass ich damit meinen Fehler korrigieren konnte“, so der Matchwinner weiter.
Fußball lebt von Fehlern, und die Probstheidaer leisteten sich am Ende einen Fehler zu viel. Dabei waren sie nach dem Ausgleich durch Nils-Florian Kaiser (24) kurz davor, selbst die Führung zum 2:1 zu erzielen.
„Es war ein äußerst zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Wir konnten die Chancen, die uns Aue geboten hat, nicht konsequent nutzen, weil uns die Präzision fehlte“, äußerte sich Lok-Sportdirektor Toni Wachsmuth (39) kritisch.
Insgesamt hätten sich seine Mannschaft zu viele einfache Fehler geleistet.
Für Leipzig bedeutet die Niederlage einen Rückschlag in der Tabelle, während Aue auf den dritten Platz vorrückt.
Tabelle Regionalliga Nordost
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison direkt in die 3. Liga auf.