Streit mit Billigfluggesellschaft: Weltstar Haaland reicht Klage ein
Oslo (Norwegen) – Sich unrechtmäßig mit fremden Lorbeeren schmücken? Norwegian Air Shuttle wird vorgeworfen, die markante Frisur des Fußball-Superstars Erling Haaland (26) für eigene Werbezwecke genutzt zu haben – nun reagiert der Fußballer juristisch.
Der 26-jährige Angreifer vom englischen Spitzenclub Manchester City hat die Billigfluglinie wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Werberecht verklagt, wie sein Anwalt gegenüber Verdens Gang erklärte.
„Wir können bestätigen, dass wir im Auftrag von York Promotions Ltd. und Erling Braut Haaland eine Klage gegen Norwegian Air Shuttle ASA eingereicht haben“, gab Thomas Hagen bekannt.
Hintergrund der Klage ist die „unrechtmäßige Verwendung von Haalands Persönlichkeit im Rahmen der Vermarktung von Flugtickets während der Weltmeisterschaft.“
Über die genauen Details äußerte er sich nicht. Es liegt jedoch nahe, dass Haalands charakteristische Haarpracht im Zentrum des Streits steht.
Wie VG weiter berichtet, könnte die Auseinandersetzung mit einer inzwischen entfernten Fotomontage während der WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA zusammenhängen. Darauf war ein Norwegian-Flugzeug mit einem Pferdeschwanz zu sehen – Haalands damaliger Frisurenstil bis Ende August, bevor er sich die Haare kurz schneiden ließ. Der Kommentar dazu lautete: „So norwegisch haben wir noch nie ausgesehen.“
Die Fluggesellschaft hat sich mittlerweile zu dem Vorfall geäußert und den Sachverhalt bestätigt. Über den Grund des Konflikts zeigte man sich jedoch überrascht. Pressesprecher Eivind Hammer Myhre erklärte: „Es stimmt, dass uns eine Klage erreicht hat, deren Grund wir nicht nachvollziehen können.“
„Wie fast ganz Norwegen haben auch wir in diesem Sommer die Nationalmannschaft mit einigen spontanen Beiträgen unterstützt, die sich an Trends in den sozialen Medien orientierten. Es ist bedauerlich, dass diese Unterstützung nun zu einer Klage geführt hat. Wir hoffen auf einen konstruktiven Dialog, damit wir auch zukünftig gemeinsam unsere Sporthelden feiern können“, so Myhre weiter.
Wie sich der Werbestreit entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Ein Gerichtstermin am Amtsgericht Oslo ist für den kommenden Freitag angesetzt, bei dem Haaland, sein britisches Unternehmen und die Airline aufeinandertreffen sollen.