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St.-Pauli-Blog: Eric Smith erlebt besondere Premiere für Schweden, fünf Profis fehlen im Training

Hamburg – Der FC St. Pauli sicherte sich mit einer starken Leistung ein 1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach. Am Dienstag begann die Mannschaft die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag gegen den Karlsruher SC.

Von Eric Smith gibt es erfreuliche Neuigkeiten aus der schwedischen Nationalmannschaft, während die Trainingsbeteiligung an der Kollaustraße durch einige Ausfälle beeinträchtigt war.

In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um das Team, mögliche Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.

Die Kiezkicker starteten in die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den KSC. Mit von der Partie waren unter anderem Tomoya Ando (27), der allerdings für das kommende Spiel gesperrt sein wird, Branimir Hrgota (33) sowie Rony Jansson (24) und Connor Metcalfe (26).

Auf dem Trainingsplatz fehlten hingegen weiterhin die beiden Nationalspieler Eric Smith (29) und Dimitar Mitov (29). Zudem standen Scott Banks (25) und Taichi Hara (27), die sich bereits am Sonntag krank abgemeldet hatten, nicht zur Verfügung. Hinzu kamen die krankheitsbedingten Ausfälle von Mathias Rasmussen (28) und Erik Ahlstrand (24).

Marcus Mathisen (30) konnte wegen anhaltender Probleme an der Fußsohle nach wie vor nicht mitwirken.

Eric Smith (29) wird mit besonderen Gefühlen nach Hamburg zurückkehren. Der Profi des FC St. Pauli war erst kürzlich nachnominiert worden und absolvierte anschließend zwei weitere Länderspiele für Schweden.

Nach einem Einsatz von knapp 60 Minuten am Freitag stand Smith am Montag in der Startelf beim Spiel gegen Rumänien. Dank eines Treffers des ehemaligen Kiezkickers Victor Gyökeres gewann die schwedische Nationalmannschaft mit 1:0 und verteidigte damit die Tabellenführung.

Für Smith war es eine bedeutsame Premiere: Zum ersten Mal stand der 29-Jährige für sein Heimatland über die volle Spielzeit auf dem Platz.

Bisher hatte Sam Klein (22) beim FC St. Pauli nur eine Nebenrolle eingenommen, doch der Sommerzugang aus Australien zeigte im Spiel gegen Gladbach, warum man ihn verpflichtet hat.

Trainer Marcel Rapp (47) lobte nach der Partie: „Er ist ein Spieler, der uns gut tut. Er ist groß, überbrückt Räume und läuft viel. Ein guter Transfer.“

Klein selbst bezeichnete das Spiel gegen Gladbach als „guten Test“ und freute sich, endlich längere Spielzeit erhalten zu haben. „Ich liebe es zu spielen und gebe immer mein Bestes“, sagte er.

Das Zusammenspiel mit Joel Chima Fujita (24) funktionierte besonders gut. „Er ist ein sehr guter Spieler, wir haben gut zusammengearbeitet. Unser Verständnis ist stark, darauf können wir aufbauen“, so Klein – vielleicht schon beim nächsten Spiel gegen den KSC.

Alexander Blessin (53) musste über sich selbst lachen. Der ehemalige Trainer des FC St. Pauli nutzte zwei Jahre lang die Heimkabine am Millerntor – am Samstag war er nun erstmals als Gast vor Ort und passierte prompt ein Missgeschick.

„Ich muss ehrlich sein, aber erzählt es niemandem weiter“, begann er seine lustige Anekdote, „in der Halbzeit bin ich in die falsche Kabine gegangen.“ Schnell bemerkte er seinen Irrtum. „Ich war total im Tunnel und hoffe, niemand hat es bemerkt.“ Einige seiner Spieler hätten es aber vermutlich doch mitbekommen, so Blessin.

Abseits davon freute sich der 53-Jährige über den herzlichen Empfang der St.-Pauli-Fans. „Man macht sich schon Gedanken darüber“, gestand er. „Zum Glück war es sehr warmherzig und freundlich.“

Gleiches galt auch für die Begegnungen mit ehemaligen Spielern und dem Betreuerstab: „Alles war super.“ So hatte er sich den Besuch wohl vorgestellt.

Alexander Blessin erhielt am Millerntor einen warmen Applaus, sowohl beim Betreten des Stadions als auch bei der Nennung der Gladbacher Aufstellung.

Vor Spielbeginn stand der Ex-Trainer nach Gesprächen mit zahlreichen Bekannten wie gewohnt mit verschränkten Armen an der Seitenlinie und verfolgte das Warm-up seiner ehemaligen Mannschaft.

Am Mittwoch war Eric Smith (29) noch kurzfristig nachnominiert worden, am Freitagabend spielte er dann knapp eine Stunde für Schweden.

Im 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina wurde der FCSP-Profi nach 30 Minuten für Carl Starfelt (31) eingewechselt und absolvierte so seinen dritten Einsatz für die Tre Kronors. Den Führungstreffer erzielte in der 61. Minute der ehemalige St.-Pauli-Spieler Victor Gyökeres (28).

Durch das Unentschieden verteidigte Schweden die Tabellenführung vor Bosnien, wobei der frühere FCSP-Keeper Nikola Vasilj (30) nur auf der Bank saß.

Zurück beim FC St. Pauli haben Scott Banks (25) und Erik Ahlstrand (24) weiterhin Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Beide kamen in dieser Saison erst einmal zum Einsatz und spielten insgesamt nur 15 Minuten. Eine schnelle Veränderung ist nicht zu erwarten.

Trainer Marcel Rapp (47) urteilt: „Beide zeigen sich im Training engagiert und machen ihre Sache gut. Dennoch herrscht starker Konkurrenzkampf, und die anderen Spieler leisten ebenfalls gute Arbeit. Es ist schwierig.“

Der Coach stellte aber klar, dass er kein Problem hätte, Banks und Ahlstrand mehr Spielzeit zu geben. „Die Einwechselspieler haben in dieser Saison bewiesen, dass die Mannschaft durch Wechsel nicht schlechter wird. Nur das Duo hatte bisher kaum Chancen, sich zu zeigen.“

Beim Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach musste St. Pauli auf mehrere Profis verzichten. Neben den Nationalspielern und Langzeitverletzten fehlten auch drei weitere Spieler.

Branimir Hrgota (33) konnte am Freitag zwar wieder teilweise am Mannschaftstraining teilnehmen, wird aber nicht zum Einsatz kommen. „Das reicht nicht mehr für das Spiel“, stellte Trainer Rapp klar. Auch Marcus Mathisen (30), der Probleme mit der Fußsohle hat, steht nicht zur Verfügung. Beide sollen in der kommenden Woche wieder vollständig ins Training einsteigen.

Tomoya Ando (28), der sich am Rücken verletzte, absolvierte zumindest schon einige Runden ums Feld. „Man hatte ja befürchtet, sein Rücken wäre schlimmer, aber es sieht besser aus“, erklärte Rapp. „Er sollte nächste Woche wieder fit sein.“

Wie sieht es bei den Langzeitverletzten aus? Mathias Pereira Lage (29) beginnt laut Trainer wieder mit Laufübungen. „Es ist aber noch ein langer Weg“, so Rapp. Besser sieht es bei Rony Jansson (22) aus, der bald wieder ins Training einsteigen soll.

Schwierig ist die Situation hingegen bei Gisli Thórdarson (22). „Er ist noch weit entfernt vom Comeback. In diesem Jahr wird es wohl nichts mehr“, gab Rapp zu. So hatte man sich seine Leihe nicht vorgestellt.

Positive Nachrichten vom Trainingsplatz: Während Eric Smith (29) bei der schwedischen Nationalmannschaft weilt, ist Branimir Hrgota (33) ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, wenn auch nur teilweise. Der Offensivspieler fehlte zuletzt wegen Problemen an den Fersen.

Weiterhin fehlen Rony Jansson (22), Gisli Thórdarson (22) und Marcus Mathisen (30), welcher an Fußsohlenbeschwerden leidet. Tomoya Ando (27) ist aus der Nationalmannschaft zurück und lief aufgrund seiner Rückenprobleme nur locker ums Feld.

Torhüter Dimitar Mitov (29) saß auch bei der bulgarischen Nationalmannschaft nur auf der Ersatzbank und sah trotz Führung eine 1:2-Niederlage gegen Luxemburg in der Nations League. Auf der anderen Seite stand Ex-Kiezkicker Danel Sinani (29) in der Startelf, musste aber verletzungsbedingt zur Halbzeit ausgewechselt werden. Nationaltrainer Jeff Strasser (51) erklärte, dass Sinani für die nächsten Spiele ausfallen wird. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Abdoulie Ceesay (22) ist einer von vier St.-Pauli-Profis, die aktuell für ihre Nationalmannschaften aktiv sind. Mit Gambia startete Ceesay am Freitagabend in die Qualifikation für den Afrika Cup.

Im Auftaktspiel gegen Somalia stand er in der Startelf, wurde nach 77 Minuten beim Stand von 1:1 ausgewechselt. Kurz darauf feierte er dennoch mit seiner Mannschaft einen 2:1-Sieg. Das zweite Gruppenspiel gegen Ghana steht am Dienstag an.

Connor Metcalfe (26) wird diesen Tag so schnell nicht vergessen. Trotz der Niederlage im zweiten Testspiel mit Australien gegen Brasilien erzielte der St.-Pauli-Profi einen sehenswerten Treffer.

Beim Stand von 1:1 bekam er in der 33. Minute den Ball am Strafraum, zog ab und traf ins rechte Eck zum 2:1. Letztlich verloren die Socceroos mit 2:4. Metcalfe wurde nach 69 Minuten ausgewechselt. Es war sein dritter Länderspieltreffer im 45. Einsatz.

Mit gemischten Gefühlen wird Metcalfe nach Hamburg zurückkehren.

Nach einer trainingsfreien Woche ist der FC St. Pauli wieder auf den Platz zurückgekehrt.

Während sich die Mannschaft mit lockeren Übungen aufwärmte, absolvierte Branimir Hrgota (33) einige Runden um das Spielfeld. Ganz auskuriert sind seine Fersenprobleme offenbar noch nicht.

Neben den verletzten Rony Jansson (22) und Gisli Thórdarson (22) fehlte auch Marcus Mathisen (30).

Tomoya Ando (27) kam am Donnerstag beim 3:1-Erfolg Japans gegen Uruguay nicht zum Einsatz.

Alexander Blessin (53) wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz offiziell als neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach vorgestellt und sprach dabei auch über seine Zeit beim FC St. Pauli.

„Ihr werdet nie hören, dass ich negativ über meine Vergangenheit rede“, sagte der 53-Jährige und erinnerte sich an eine schöne Zeit. „Das erste Jahr war sehr erfolgreich, das zweite hatte seine Schwierigkeiten. Wir hatten Höhen und Tiefen, zwei positive und zwei negative Phasen, die letztlich zum Abstieg führten.“

Trotz des enttäuschenden Endes zog er viele positive Erfahrungen aus seiner Zeit am Millerntor. „Es hat mich als Trainer weitergebracht. Man lernt nie aus, ich glaube nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe. St. Pauli ist ein großartiger Klub.“ Am 3. Oktober trifft er mit Gladbach schon wieder auf seinen ehemaligen Verein in einem Testspiel.

Seit Dienstag steht fest: Alexander Blessin (53) wird künftig als Chefcoach bei Borussia Mönchengladbach tätig sein. Medienberichten zufolge unterschrieb der Stuttgarter einen Zweijahresvertrag bei den Fohlen. Nach dem Abstieg mit St. Pauli in der vergangenen Saison verließ er den Klub.

Der FC St. Pauli wird als erster deutscher Profi-Verein Mitglied der Union of European Clubs (UEC). Damit will der Klub die Arbeit der UEC unterstützen, die sich für mehr sportliches Gleichgewicht, finanzielle Nachhaltigkeit und bessere Strukturen im europäischen Fußball einsetzt. Das gab der Verein am Montagnachmittag bekannt.

Der Beitritt ist für St. Pauli ein weiterer Schritt, um sich für fairere Bedingungen im europäischen Fußball starkzumachen. Neben einem ausgeglicheneren Wettbewerb und nachhaltigen wirtschaftlichen Konzepten gehören für den Verein auch transparente und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse dazu.

Die UEC versteht sich als Interessenvertretung für professionelle Clubs unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Ligen. Ziel ist es, auch denen eine stärkere Stimme in der europäischen Fußballpolitik zu geben, die bislang nur eingeschränkt in Entscheidungsprozesse eingebunden sind.

Nach dem Abstieg im Sommer musste Alexander Blessin (53) nach zwei Jahren sein Amt beim FC St. Pauli aufgeben. Doch ein baldiges Comeback am Millerntor zeichnet sich ab.

Medienberichten zufolge gilt er als Top-Kandidat für die vakante Trainerstelle bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Ausgerechnet gegen diesen Gegner bestreiten die Kiezkicker am 3. Oktober während der XXL-Länderspielpause ein Testspiel.

Es bleibt spannend, wie die Fans auf eine mögliche Rückkehr Blessins reagieren werden.

Den Länderspielpause Ende September/Anfang Oktober nutzt der FC St. Pauli für ein Testspiel. Am 3. Oktober (15:30 Uhr) empfangen die Kiezkicker den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Millerntor.

Das Freundschaftsspiel wird regulär über zwei Halbzeiten à 45 Minuten ausgetragen. Infos zum Ticketverkauf folgen zeitnah.

St.-Pauli-Anhänger aufgepasst: Am Donnerstag wurden die exakten Ansetzungen der Zweitliga-Spieltage 7 bis 13 bekanntgegeben. Die Kiezkicker sind dabei unter anderem dreimal abends im Einsatz.

Hier ein Überblick der Spiele:

Tabelle 2. Bundesliga

Die Bedeutung der Tabelle der 2. Bundesliga: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, ist Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt auch für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse.