Ostvereine profitieren finanziell von ihren Nationalspielern
Magdeburg/Cottbus – Nie klingeln die Kassen so laut wie zur Zeit der Länderspiele! Obwohl viele Clubs für fast drei Wochen auf ihre Nationalspieler verzichten mussten, bringt die Abstellung der Spieler finanzielle Vorteile mit sich.
Wie die UEFA kürzlich bekanntgab, werden die Vereine in diesen Tagen für ihre abgestellten Nationalspieler entschädigt.
Diese Meldung dürfte bei den Ostklubs 1. FC Magdeburg und Energie Cottbus auf großes Interesse stoßen, denn sie profitieren inzwischen davon, dass einige ihrer Akteure für Länderspiele nominiert werden.
Konkrete Beispiele sind beim FCM Mateusz Zukowski (24, Polen) und Eldin Dzogovic (23, Luxemburg) sowie bei Energie Cottbus Lukas Michelbrink (21, Litauen).
Alle drei Spieler kamen in der Nations League zum Einsatz – mal mit mehr, mal mit weniger Spielzeit, teilweise auch gar nicht. Doch das spielt keine Rolle.
Die Auszahlung erfolgt bereits, wenn ein Spieler im Spielbericht für eine Partie der Nations League oder der EM-Qualifikation geführt wird. Bei der Endrunde gibt es sogar eine Tagespauschale pro abgestelltem Spieler.
Für jedes Spiel und jeden Spieler zahlt der europäische Fußballverband eine Pauschale von 3.845 Euro an die Vereine.
Durch Michelbrink kann Cottbus dreimal profitieren und erhält somit insgesamt 11.535 Euro, da seine drei Nations-League-Einsätze gegen Liechtenstein und zweimal Aserbaidschan berücksichtigt wurden.
Das Freundschaftsspiel gegen Andorra bleibt dabei unberücksichtigt.
Magdeburg erhält für Zukowski und Dzogovic jeweils für vier Einsätze Entschädigungen in Höhe von insgesamt 30.760 Euro.
Dazu kommt noch ein weiterer Vorteil: Die UEFA zahlt auch rückwirkend für die Nations League 2024/25, bei der der luxemburgische Verteidiger achtmal nominiert war. Das bedeutet weitere 30.760 Euro und insgesamt 61.520 Euro für den Club!
Dabei ist es unerheblich, dass Dzogovic in den betreffenden Spielen nur viermal, meist mit kurzer Einsatzzeit, auf dem Feld stand. Bemerkenswert: Der Magdeburger Spieler deckt somit einen großen Teil seines Gehalts über seine Einsätze in der Nationalmannschaft.
Ganz anders sieht die Situation bei afrikanischen Spielern aus, wie beispielsweise Magdeburgs Togolese Pierre Nadjombe (23): Die afrikanischen Verbände zahlen keine direkten Entschädigungen an die abgebenden Vereine.
Auch für Nachwuchsnationalspieler wie Cottbus’ Luca Erlein (19, Deutschland) und Dmytro Bogdanov (19, Ukraine) gelten diese Ausgleichszahlungen nicht.