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Alternative für die Liga? Energie testet Cigerci auf ungewohnter Position

Cottbus – Ein Achtungserfolg gegen den polnischen Meister und eine überraschende Positionsänderung bei Tolcay Cigerci (31)! Im Spiel gegen Lech Posen (2:2) probierte Energie Cottbus eine neue Variante im Mittelfeld mit ihrem Leistungsträger aus.

Der von Natur aus offensiv ausgerichtete Spielmacher Cigerci wurde in diesem anspruchsvollen Testspiel defensiver eingesetzt und bildete gemeinsam mit Dominik Pelivan (30) die Doppelsechs.

Offensiv sorgten Moritz Hannemann (28) auf der rechten Seite, Christian Kinsombi (27) links, Jannis Boziaris (23) als Regisseur sowie Justin Butler (25) erneut als Stürmer für Wirbel.

Für Cigerci bedeutete dies, nicht jeden Angriff uneingeschränkt mitzugehen, weniger Dribblings zu wagen und stattdessen mehr Pässe zu spielen. Trainer Pele Wollitz (61) zeigte sich davon unbeeindruckt: „Es ist offensichtlich, dass er auch im zentralen Mittelfeld agieren kann.“

Bisher kam Cigerci hauptsächlich als Zehner, auf der falschen rechten Außenbahn oder als rechter Mittelfeldspieler zum Einsatz. Die Doppelsechs spielte er zuletzt vor allem in der Jugendabteilung des VfL Wolfsburg dauerhaft. Ist diese Rückkehr auf die frühere Position ein Konzept für die Liga?

Wahrscheinlich nur im Ausnahmefall. Denn mit Lukas Michelbrink (21, Nationalmannschaft) und Leonardo Bittencourt (32, schont sich) fehlten zwei wichtige Stammkräfte im zentralen Mittelfeld.

Bemerkenswert war, dass sich der Zweitligist gegen den polnischen Champion ähnlich wie zuletzt in der Liga zahlreiche Chancen erspielte. Nach nur zehn Minuten hätte Cottbus bereits mit 3:0 führen können.

Wollitz sagte: „Wie wir mittlerweile in jedem Spiel Chancen kreieren, egal gegen welchen Gegner, das ist bemerkenswert.“

Nach der Pause zeigte die Wollitz-Elf allerdings auch eine Phase von Unordnung, in der das Zusammenspiel im Zentrum nicht stimmte. Wollitz kommentierte: „Wir müssen diese kleinen Fehler abstellen, aber das wird nicht von heute auf morgen geschehen.“

Trotzdem zog der Trainer ein durchweg positives Fazit: „Das Ergebnis war zweitrangig, hinsichtlich Spielfreude und Spielintensität war ich über lange Strecken sehr zufrieden“, so der Coach von Energie.

In der Liga dürfte Energie noch stärker auftreten, wenn Cigerci wieder offensiver spielen darf und mit der Rückkehr von Bittencourt, Michelbrink, Fousseny Doumbia (21), Luca Erlein und Dmytro Bogdanov (beide 19) weitere Stammspieler zurückkehren.