Spiel „verwechselt“? So erklärt Wollitz die überraschende Niederlage von Energie gegen Fürth
Cottbus – Wie konnte das nur passieren? Einen Tag nach der 3:4-Heimniederlage gegen den Rivalen Greuther Fürth sucht Energie Cottbus nach den Gründen für das unerwartete Ergebnis. Der Ärger sitzt bei einigen Fans tief, eine Vermutung lautet, dass Trainer Pele Wollitz (61) das Spiel „falsch zusammenstellt“ habe.
Zur Halbzeit nahm Energies Coach zwei Auswechslungen vor: Henry Rorig (26) ersetzte den angeschlagenen Luca Erlein (19) auf der rechten Abwehrseite, während Tolcay Cigerci (31) für Moritz Hannemann (28) im rechten Mittelfeld kam.
Nur zehn Minuten später folgte ein weiterer Wechsel, bei dem Tim Campulka (27) für Fousseny Doumbia (21) in der Innenverteidigung eingewechselt wurde.
Doch waren diese Wechsel zu diesen Zeitpunkten wirklich notwendig? Bis kurz vor der Pause war Energie nicht nur gut im Spiel, sondern schien auf einem guten Weg zum Sieg. Auf der Pressekonferenz erläuterte Wollitz die zahlreichen Wechsel:
„Luca Erlein war die ganze Woche über angeschlagen, hatte einen grippalen Infekt. Moritz Hannemann gibt immer alles, daher wollten wir ihm etwas Erholung verschaffen. Bei Fousseny Doumbia war es so, dass er Krämpfe hatte, schon zur Halbzeit. Dennoch meinte er, es gehe. Diese Schwierigkeiten begleiten ihn schon länger.“
Das klingt nachvollziehbar. Doch haben die Wechsel die Abwehr möglicherweise aus dem Takt gebracht?
Wollitz dazu: „Wir mussten innerhalb von fünf Minuten zwei Mal in der Viererkette wechseln. Ehrlich gesagt sind wir nicht stark genug, um solche Umstellungen problemlos zu kompensieren. Das ist eines unserer Probleme.“
Fakt ist: Die defensiven Spieler Campulka und Rorig konnten nicht die notwendige Stabilität gewährleisten. Ihnen jedoch komplett die Schuld für die Niederlage zu geben, wäre zu einfach.
Nach dem Spiel zeigte sich Wollitz im Interview mit der ARD sichtlich enttäuscht: „Energie Cottbus hat sechs Tore geschossen, Greuther Fürth nur eins, trotzdem steht es 3:4.“
Kapitän Axel Borgmann (32) übernahm sogar Verantwortung für das Gegentor zum 1:2 und gab selbstkritisch zu, dass sein Fehler „wahrscheinlich den Sieg gekostet“ habe.
Ein Spieler, der an diesem Nachmittag komplett fehlte, war Julian Guttau (26). Noch im Pokalspiel gegen Augsburg hatte er zu den besten Akteuren gezählt. Wollitz erklärte dazu: „Er hat sich heute Morgen abgemeldet. Obwohl er das Abschlusstraining vollständig absolvierte, wir danach gemeinsam gegessen haben und ich die Aufstellung bereits bekanntgegeben hatte.“
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga ist wie folgt zu verstehen: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf – dies gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.