Neue Sorgen um Bittencourt! Könnte die Hüfte zur Schwachstelle von Cottbus werden?
Cottbus – Droht Leonardo Bittencourts (32) Hüfte zur Achillesferse von Energie Cottbus zu werden? Beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg musste der Spielmacher erneut vorzeitig ausgewechselt werden, kurz darauf kassierte Energie den Ausgleich.
Nach 65 Minuten war für Bittencourt Schluss, da seine Hüfte wieder Beschwerden bereitete. Nur wenige Augenblicke zuvor hatte er mit einem genialen Sprint das 1:0 eingeleitet. Das vermeintliche 2:0 wurde kurz darauf zu Recht wegen Abseits aberkannt.
Ohne Bittencourt auf dem Feld fing sich Energie in der Schlussphase den Ausgleich zum 1:1 ein – ein letztlich leistungsgerechtes Unentschieden gegen einen direkten Aufstiegskandidaten.
Die Frage bleibt jedoch: Wie hätte sich das Spiel entwickelt, wenn Bittencourt bis zum Ende hätte mitwirken können? Trainer Pele Wollitz (61) kommentierte dazu: „Wenn ein Spieler nicht mehr weiterspielen kann, bleibt nur der Wechsel.“
Fakt ist: In dieser Saison absolvierte Bittencourt erst zwei von acht Partien über die volle Distanz, sein Körper signalisiert häufig: mehr ist nicht drin. Mit sechs Auswechslungen führt er die interne Rangliste an und zählt zu den Spielern mit den meisten Auswechslungen in der gesamten 2. Bundesliga.
„Leo hatte in den vergangenen Jahren leider immer wieder Probleme mit der Wade, was auf die Hüfte zurückzuführen ist. Daran wird ständig intensiv gearbeitet“, erklärte Wollitz.
Aus diesem Grund werden seine Einsätze vom Trainerteam genau gesteuert – zuletzt wurde der womöglich wichtigste Spieler bei der anstrengenden Auswärtsreise zum Testspiel gegen Polens Meister Posen (2:2) bewusst geschont.
Trotzdem bestehen die Beschwerden fort – und deren Folgen kosten Energie Woche für Woche Punkte, direkt oder indirekt!
In den letzten drei Spielen gab Energie eine Führung jeweils aus der Hand – ohne Bittencourt auf dem Platz kassierte Cottbus in diesen Phasen vier Gegentore und verlor dadurch insgesamt fünf Zähler.
Zufall oder doch ein Zusammenhang? Fest steht: Ohne den zentralen Mittelfeldspieler sowie den bei Nürnberg komplett fehlenden Kapitän Axel Borgmann (32, Oberschenkelprobleme) mangelt es an Erfahrung und Führungsqualität.
Auch King Manu (22) wirkte beim Gegentor zum 1:1 nicht mehr voll präsent und musste ebenso wie Henry Rorig (26) kurz danach angeschlagen vom Feld.
Mehr noch als die vielen körperlichen Ausfälle wurde erneut deutlich: Energie vermag nicht, über die volle Spielzeit die maximale Intensität aufrechtzuerhalten. Zudem funktionierten die von Wollitz so geschätzten „Joker“ von der Bank zuletzt nicht wie gewünscht.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Platzierungen in der 2. Bundesliga haben folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.