Da die Serie anhält, wartet Energie Cottbus weiterhin auf den nächsten Sieg
Heidenheim – Energie Cottbus wartet inzwischen seit dem 13. September auf einen weiteren Erfolg in der 2. Bundesliga, da die Negativserie anhält. Beim Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim vergab das Team von Trainer Pele Wollitz am Samstag zum vierten Mal in Folge eine Führung, was den Lausitzern den Sieg an der Brenz kostete. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1 (1:0) Unentschieden. Nach der zweiten Halbzeit konnten die Gäste mit dem Punktgewinn jedoch durchaus zufrieden sein.
„Dieser Punkt kommt sehr glücklich zustande. Wir haben alles versucht, was heute möglich war. Deshalb braucht sich niemand dafür zu entschuldigen, dass wir in der zweiten Halbzeit so zurückhaltend oder defensiv aufgetreten sind. Das lag auch an der Spielweise des Gegners, der uns stark unter Druck setzte. Irgendwann fehlt dann einfach die Kraft, um noch angemessen zu reagieren“, sagte Wollitz nach dem Spiel.
Lucas Copado brachte die Gäste in der 40. Minute mit 1:0 in Führung. Nur neun Minuten später glich Oualid Mhamdi nach einer unhaltbaren Abfälschung von Tim Campulka zum 1:1 aus.
In der Woche zuvor hatte eine Grippewelle die Lausitz heimgesucht und zahlreiche Spieler geschwächt. So musste der Aufsteiger in Schwaben auf Kapitän Leonardo Bittencourt, Moritz Hannemann und Justin Buttler verzichten. Auch Axel Borgmann, der bereits zuletzt fehlte, stand nicht zur Verfügung.
Davon war zu Beginn jedoch nichts zu merken. Die Cottbuser zeigten sich lauf- und zweikampfstark, spielten mit großem Einsatz und viel Herzblut. Sie erspielten sich zahlreiche Chancen, hatten jedoch auch Glück, dass ein herrliches Tor von Budu Zivzivadze wegen Abseits nicht anerkannt wurde.
Mit fortschreitender Spielzeit fand Heidenheim besser ins Match, dennoch gelang es Cottbus, mit der Führung den entscheidenden Stich zu setzen.
Trainer Frank Schmidt, der in seiner Karriere noch nie gegen Pele Wollitz gewinnen konnte, brachte nach der Pause Marcel Costly ins Spiel, der den Lausitzern sofort große Schwierigkeiten bereitete.
Keine vier Minuten nach seiner Einwechslung hatte Costly die erste große Gelegenheit und sorgte weiterhin für viel Unruhe. Heidenheim agierte nun befreit und erzielte folgerichtig in der 49. Minute den Ausgleich.
Was folgte, war ein einseitiges Spiel, gepaart mit einer unglaublichen Vielzahl an Chancen der Gastgeber, die insgesamt 32 (!!) Mal aufs Tor schossen. Entweder scheiterten sie an einem starken Lotka oder ein Cottbuser Bein war rechtzeitig dazwischen. Hinzu kam auch noch die eigene Unzulänglichkeit im Abschluss.
Angesichts der Personalprobleme (Campulka musste in der zweiten Halbzeit aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden) verteidigte Energie mit voller Hingabe. Die Spieler gaben alles, was ihre Kräfte hergaben.
Am Ende blieb die Serie von Energie Cottbus bestehen, dass sie eine Führung aus der Hand geben. Aufgrund der Ausfälle und des Spielverlaufs nach der Pause kann das Team jedoch froh sein, überhaupt einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Der große Kampfgeist am Ende machte den Punktgewinn absolut verdient.
2. Bundesliga, 9. Spieltag:
1. FC Heidenheim – Energie Cottbus 1:1 (0:1)
1. FC Heidenheim: Dähne – Mhamdi, Mainka, Föhrenbach, Heule (86. Paqarada) – Schöppner, Niehues (46. Costly) – Hennrich (79. Honsak), C. Conteh – M. Kaufmann (65. Vogt), Zivzivadze
Energie Cottbus: Lotka – Erlein, Manu, Campulka (52. Malone), Guwara (65. Bosiaris) – Michelbrink, Doumbia (65. Zaydan) – Rorig, Tolcay Cigerci, Copado – Bogdanow (83. C. Kinsombi)
Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Lübeck)
Zuschauer: 14.513
Tore: 0:1 Copado (40.), 1:1 Mhamdi (49.)
Gelbe Karten: Schöppner (3), Heule (2) / Lotka (2), Manu (3)
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Bedeutung der 2. Bundesliga-Tabelle ist folgende: Wer am Saisonende auf Rang 1 steht, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den zweiten Platz. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.