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Nach der Testspiel-Pleite: Diese Energie-Profis geben Wollitz neuen Mut

Oberndorf in Tirol (Österreich) – Die Niederlage im Testspiel gegen Mlada Boleslav (2:4) sorgte bei Energie Cottbus für viel Wirbel. Trainer Pele Wollitz (60) zeigte sich nach dem Abpfiff ungewöhnlich kritisch für ein Vorbereitungsspiel und übte dabei auch deutliche Kritik an einzelnen Spielern.

„Die Abläufe und die Abstände stimmen nicht, weil unsere Schlüsselfiguren aus der letzten Saison nicht in Topform sind. Daher fehlt uns auch der gewohnte Spielrhythmus. Ich habe den Eindruck, dass King [Manu, Anm. d. Red.] und Luki [Michelbrink, Anm. d. Red.] Schwierigkeiten haben, in ihrer Spielweise die nötige Sicherheit zu zeigen“, erklärte der Coach von Energie.

Neuzugang Christian Kinsombi (26) trage laut Wollitz „ein schweres Gepäck“ mit sich herum, während anderen Akteuren beim Tempo Grenzen aufgezeigt würden.

Auch Torwarttalent Malte Wilke (19) steuerte mit Fehlpässen im Spielaufbau zur allgemeinen Unsicherheit bei. Stürmer Ted Tattermusch (25) hingegen setzte seine Torflaute gegen den tschechischen Erstligisten fort.

Wollitz dazu: „Ich weiß nicht, wie viele Chancen ich Ted im letzten Jahr gegeben habe, aber es gab keinen einzigen Treffer. Das ist eine Tatsache, der wir uns nicht länger verschließen dürfen.“

Aus diesem Grund forderte der erfahrene Übungsleiter erneut Verstärkungen: „Wir benötigen Spieler, die unser Niveau heben. [...] In der 3. Liga konnten wir mit intensivem Fußball das eine oder andere kaschieren und die Gegner damit ärgern. Aber in der 2. Bundesliga wird das nicht mehr reichen. Die Gegner sind einfach besser, erfahrener und abgeklärter.“

Abgesehen von Formproblemen und mangelnder Qualität gab es jedoch auch positive Anzeichen: „Guttau kam in der zweiten Hälfte ins Spiel und hat für mich richtig stark agiert“, lobte Wollitz.

Die Aktionen des offensiven Mittelfeldspielers waren ansprechend, so bereitete der 26-Jährige auch den 2:3-Anschlusstreffer vor, den Ryan Malone (33) erzielte, der im Sturm aufgeboten war.

Viele Beobachter waren zunächst überrascht über Guttaus Position, doch Wollitz setzte genau das um, wofür der robuste US-Amerikaner verpflichtet worden war.

Und dann gab es noch den jungen Hasan Jannis Zaydan (19), der in der ersten Halbzeit zusammen mit Justin Butler (25) auf der linken Seite ordentlich Tempo machte.

„Diese Unbekümmertheit zeichnet ihn aus. Das gefällt uns sehr. [...] Allerdings wurde im Nachwuchsfußball nicht so gespielt, wie wir es uns wünschen würden. [...] Er arbeitet daran, weil er frech und engagiert auftritt. Daher ist er für uns eine positive Überraschung“, fand Wollitz auch lobende Worte.