Talente sorgen bei Energie für Aufsehen: So gelang Wollitz der Erlein-Transfer
Cottbus – „Das zeigt, dass man uns zumindest zutraut, junge Spieler weiterzuentwickeln“, erklärte ein sichtlich selbstbewusster Claus-Dieter Wollitz (61). Die gute Stimmung resultierte nicht nur aus dem starken Auftritt im Doppeltest gegen Dynamo Dresden, sondern auch aus der Verpflichtung des nächsten Neuzugangs beim FC Energie Cottbus.
Luca Erlein (19) ist der elfte Neuzugang der Lausitzer – auch wenn der Verein die Verpflichtung bislang noch nicht offiziell bestätigt hat. Doch bereits am Rande der Begegnungen beim zukünftigen Ligakonkurrenten äußerte sich der FCE-Trainer zu dem Neuling.
„Vor der Europameisterschaft führten wir ein interessantes Gespräch mit seinen Eltern, die uns dabei unterstützten. Er hat bei der U19 alle Partien als Stammspieler absolviert und kann sowohl als rechter als auch als linker Innenverteidiger eingesetzt werden. Ich habe ihn und seine Eltern davon überzeugt, dass das eine spannende Perspektive für den Sechser-Posten sein kann. Allerdings muss ich ihn noch besser kennenlernen“, berichtete der 61-jährige Coach über den Junioren-Nationalspieler.
Erlein war bei der U19-EM in allen Spielen für Deutschland aktiv und hat sich dort eindrucksvoll präsentiert. Doch Wollitz und Energie hatten den vielseitigen Verteidiger schon lange auf dem Radar.
„Für Energie Cottbus ist das ein klares Zeichen – aber auch für den Spieler, seine Eltern und die Agentur –, dass er sich für uns entschieden hat. Er wechselte von Hoffenheim zu Leverkusen, und beide Vereine waren bereit, ihn an uns auszuleihen“, erläuterte Wollitz.
Es sei ein deutliches Signal, dass ein solches Talent nach Cottbus kommt, obwohl die Nachwuchsarbeit bei Energie in den vergangenen Jahren nicht immer mit Bestnoten bewertet wurde. Mittlerweile habe sich die Lage etwas verbessert.
„Wir haben betont, dass die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs deutlich intensiver werden muss. Leider haben wir einige Jahre verloren. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen Wechseln im Sommer wider. Für den Verein wünsche ich mir, dass wir in den kommenden Monaten Fortschritte erzielen“, so Wollitz.
Ein Beispiel dafür war auch der zweite Test am Samstag in Dresden: Gleich drei Nachwuchsspieler – Aaron Reschke (17), Phil Heidrich (18) und Malte Hopfmann (16) – kamen dabei zum Einsatz.
Insbesondere letzterer hinterließ in der Cottbuser Innenverteidigung, die derzeit personell dünn besetzt ist, einen starken Eindruck.
Wollitz erklärte: „Er hat gestern zum ersten Mal mittrainiert. Daniel Ziebig ist ein großer Fan von ihm, und er hat gezeigt, warum. Ein cooler Typ, sehr frech und überzeugend. Mit einer exzellenten Antizipation, gutem Anlaufverhalten und Dribbling. Wir werden ihn weiterhin genau beobachten.“