zurück

Im Kampf gegen die Uhr: Künstler gestaltet riesiges Stadion-Graffiti vor Saisonstart in der 2. Liga

Cottbus – Es wird ein harter Wettlauf gegen die Zeit! Zur Rückkehr in die 2. Bundesliga nach zwölf Jahren bereitet sich Cottbus intensiv vor und verschönert das Stadion. Neben Verbesserungen an der Infrastruktur entsteht auch ein großflächiges Graffiti. Wird es rechtzeitig fertiggestellt?

Seit mittlerweile drei Wochen arbeitet der Künstler Dawid Reinhold, der früher fünf Jahre in Cottbus gelebt hat, täglich im LEAG Energie Stadion. Mit viel Geduld und Detailverliebtheit gestaltet er direkt vor der Südtribüne ein beeindruckendes Graffiti.

Das großformatige Kunstwerk zeigt die langjährige Trainerlegende Eduard Geyer (81), die Spielerikonen Franklin (57) und Leonardo Bittencourt (32) sowie den Aufstiegstrainer Pele Wollitz (61).

Die Auswahl dieser Figuren symbolisiert zum einen die Tradition und die erste Bundesliga-Ära der Lausitzer und steht zugleich für die Gegenwart.

Besonders repräsentativ ist dabei das Vater-Sohn-Duo Bittencourt: Franklin feierte einst mit Energie den Aufstieg in die Bundesliga, während Leo mit seiner Rückkehr nach Cottbus im Herbst seiner Karriere nicht nur familiär einen Kreis schließt.

Die Umsetzung des Graffitis wird durch den langjährigen Sponsor BAUTEC ermöglicht, der in Kooperation mit der Kunsthalle Lausitz die Werbebande in eine kreative Fläche verwandelt.

Bis vor Kurzem war dort drei Jahre lang die Darstellung der Legende Tomislav Piplica (57) zu sehen. Sein Graffiti wurde am Freitag entfernt und soll an einem neuen Standort wieder auftauchen.

Beeindruckend ist vor allem, dass der Künstler bereits mehr als 70 Stunden intensive Arbeit und Präzision in das neue Werk investiert hat, wie er selbst berichtet.

Als Vorlage dienten bekannte Pressefotos der Energie-Spieler, um jedes Detail möglichst originalgetreu wiederzugeben. Ausschließlich Farbsprays kommen zum Einsatz, weshalb es sich hierbei nicht um ein Gemälde, sondern um ein echtes Graffiti handelt.

Am Freitagmittag, als TAG24 den aktuellen Stand überprüfte, waren die Porträts von Geyer und Wollitz fast vollendet, während die Bittencourts bereits deutlich zu erkennen waren.

Doch der Wettlauf gegen die Uhr (Anpfiff am Sonntag, 13.30 Uhr) ist bereits in vollem Gange. Zwischenzeitlicher Dauerregen und gesundheitliche Probleme des Künstlers könnten verhindern, dass das Kunstwerk bis zum Spieltag komplett fertiggestellt wird.

Das Ziel bleibt jedoch, dass aus der Ferne alle vier Persönlichkeiten deutlich erkennbar sind. TAG24 ist überzeugt: Dieses beeindruckende Graffiti ist jetzt schon eine würdige Visitenkarte für die 2. Liga.