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Energie-Kapitän verletzt ausgewechselt – erhält ein Trainingsgast nun einen Vertrag?

Cottbus – „Wir versuchen, die Entscheidung vielleicht noch etwas hinauszuzögern“, erklärte Energie-Coach Pele Wollitz (61) am Donnerstag in Bezug auf Leon Guwara (30). Der auf Vertragsbasis noch ungebundene Aufstiegsheld trainiert weiterhin als Gastspieler bei Energie Cottbus mit. Könnte die Verletzung von Axel Borgmann (32) die Vergabe eines Vertrages jetzt beschleunigen?

Der Kapitän der Lausitzer musste nach 55 Minuten das Spielfeld aufgrund eines Oberschenkeltraumas verlassen. Eine genaue Diagnose stand auch am Sonntag noch aus.

Ob der Linksverteidiger schon am Freitag (18:30 Uhr) im Spiel gegen den Spitzenreiter Nürnberg wieder einsatzfähig ist, bleibt offen.

Im Duell gegen Darmstadt rückte Fousseny Doumbia für Borgmann auf der linken Abwehrseite ein – beim Gegentor zum 1:3 kam er jedoch zu spät. Es wäre jedoch zu einfach, dem Neuling die Niederlage allein anzulasten.

Fest steht: Ohne Borgmann brach das Spiel endgültig auseinander, Energie fand nicht mehr zu seiner gewohnten Stabilität und Durchschlagskraft zurück.

Bereits in den ersten beiden Saisonpartien wurde deutlich, wie unverzichtbar ein erfahrener Führungsspieler und Antreiber wie Borgmann in der jungen Viererkette ist.

Links hinten stehen Energie neben dem eigentlich als Innenverteidiger ausgebildeten Doumbia noch der Nachwuchsspieler Jannis Zaydan (19) zur Verfügung. Der Vorbereitungssieger schaffte es zuletzt jedoch dreimal hintereinander nicht in den Kader.

Außerdem liegt Anderson Lucoqui (29) sportlich derzeit hinter den Erwartungen und fiel zuletzt wegen eines Virus aus. Öffnet sich deshalb nun die Tür für Guwara?

Der ausgebildete Linksverteidiger bringt sofort eine Menge Erfahrung mit – für Kaiserslautern und Regensburg absolvierte er insgesamt 61 Spiele in der 2. Liga. Allerdings liegt sein letztes Pflichtspiel bereits acht Monate zurück.

Für einen Vertrag von Guwara spricht: Energie könnte damit einige junge Talente entlasten und auch in schwierigen Situationen auf seine Abgeklärtheit zurückgreifen.

Und falls Borgmann und Guwara beide einsatzfähig sind? Dann wäre vielleicht sogar eine andere taktische Variante denkbar – Borgmann könnte ins zentrale Mittelfeld gezogen werden. Dort zeigte Sechser Dominik Pelivan (30) nach seiner Einwechslung Schwächen.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Platzierung in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte bestreitet eine Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um entweder den Aufstieg oder den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern.