Kann ER Energys neue Sturmhoffnung werden? Cottbus-Torjäger lüftet sein Erfolgsgeheimnis
Cottbus – Wird Justin Butler, der Stürmer von Energie Cottbus, mit 25 Jahren noch zum echten Torjäger? Der US-Amerikaner hat nach dem sechsten Spieltag seine persönliche Torbilanz als Profi deutlich verbessert.
Bisher gelang Butler nie mehr als zwei Treffer in einer Saison – doch nach nur sechs Partien stehen bereits drei Tore zu Buche! Hat der körperlich beeindruckende Angreifer endlich seinen Torriecher gefunden?
„So würde ich das noch nicht ausdrücken. Ich bleibe eher bescheiden und konzentriere mich darauf, weiter hart zu arbeiten und meiner Mannschaft zu helfen, damit sich das auch auf dem Platz zeigt“, sagte Butler nach dem 1:1 gegen St. Pauli im Interviewbereich.
Kürzlich kam Butler zweimal als Mittelstürmer zum Einsatz – und überzeugte dabei nicht nur durch seine beiden Tore.
Energie sucht nach der schweren Verletzung von Torjäger Erik Engelhardt (28) weiterhin nach der optimalen Besetzung im Sturmzentrum. Kann Butler diese Rolle langfristig übernehmen?
„Ich habe es schon einmal erwähnt: Eigentlich bin ich Mittelstürmer. Das wissen wohl die wenigsten. Deshalb ist die Position für mich nicht neu und ich kann mich dort schnell einfinden“, erklärte der 1,88 Meter große Angreifer.
Wie sieht das der Trainer? Vor dem Spiel gegen St. Pauli hatte Pele Wollitz (61) einen Einsatz von Butler als Mittelstürmer ausgeschlossen. War das nur eine Finte?
„Ich mache keine Tricks, wenn ich das im Mannschaftsgespräch sage. Eigentlich sollte Justin über die Außenbahn kommen, Mo [Hannemann; Anm. d. Red.] auf der Zehn und Copa [Lucas Copado] in der Spitze spielen“, erklärte Wollitz auf der Pressekonferenz.
Die Umstellung wurde kurz vor Spielbeginn beschlossen, da St. Paulis Trainer Marcel Rapp (47) eine Änderung in der Innenverteidigung vornahm. Für Lars Ritzka (28) startete Tomoya Ando (27).
Der Japaner sah jedoch schon nach 20 Minuten wegen einer Ampelkarte Rot. Die Fouls, die gelbwürdig waren, beging Ando gegen Tolcay Cigerci (31) und Moritz Hannemann (28) – auch, weil der körperlich starke Butler seine Gegenspieler beschäftigte.
Deshalb scheint Butler auch weiterhin die Geheimwaffe im Sturmzentrum zu bleiben: „Letztlich bestimmt der Trainer Taktik und Aufstellung – und so wie er es macht, ist es definitiv richtig“, erläuterte der Torschütze von Energie.
Außerdem kann er seine Treffer auch aus anderen Positionen erzielen.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, ist Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.