Energie Cottbus: Keine Schonung gegen Fürth! Startelf-Plan möglicherweise ohne große Stars?
Cottbus – In den vergangenen Spielen standen Leonardo Bittencourt (32) und Tolcay Cigerci (31), die wohl bekanntesten Akteure im Kader von Energie Cottbus, nicht in der Anfangsformation. Dennoch lieferte die Mannschaft dem FC Augsburg bis zum Schluss einen packenden Pokalfight. Muss Trainer Pele Wollitz (61) im Duell gegen Fürth überhaupt Veränderungen vornehmen?
Nach seiner Sperre im Pokal kehrt Bittencourt wieder in den Kader zurück. „Leo gibt uns definitiv eine zusätzliche Option. Trotzdem denke ich, dass die anderen in der letzten Woche eine ordentliche Leistung gezeigt haben. [...] Es ist immer von Vorteil, einen so erfahrenen Spieler im Team zu haben“, kommentierte Wollitz zurückhaltend.
Das bedeutet jedoch keinen Freifahrtschein für den mit Abstand erfahrensten Spieler im Kader (304 Bundesliga-Einsätze)!
Ähnliches gilt für Cigerci. Der Top-Torschütze der vergangenen Saison (30 Torbeteiligungen) hat noch mit den Folgen seiner verletzungsbedingt verkürzten Vorbereitung zu kämpfen. Deshalb blieb er gegen Augsburg zunächst auf der Bank.
„Mir geht es darum, die gesamte Mannschaft zu unterstützen und nicht nur einzelne Spieler. Wenn es bei Energie Cottbus ausschließlich um Wollitz und Cigerci geht, werden wir unsere Ziele nicht erreichen“, machte der FCE-Coach deutlich.
Im Mittelfeldzentrum standen gegen Augsburg Dominik Pelivan (30) und Lukas Michelbrink (21) auf dem Platz. Letzterer zeigte eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu seinem Fehler gegen Bielefeld.
„Fußball ist ein Sport, in dem Fehler passieren. Das war schnell abgehakt, auch wenn es ärgerlich war. In der 2. Bundesliga werden solche Fehler knallhart bestraft. Entscheidend sind die tägliche Arbeit und das gegenseitige Vertrauen“, erklärte der Stammspieler aus der Aufstiegssaison.
Pelivan dankte das entgegengebrachte Vertrauen mit einer überzeugenden Leistung gegen Augsburg. Sein Trainer äußerte sich vielsagend: „Wir versuchen, eine Ausgewogenheit in der Aufstellung zu finden, die sowohl Stabilität als auch Intensität bietet.“
Deshalb könnte die Lösung für das Luxusproblem im zentralen Mittelfeld gegen Fürth eine Rückkehr zur Formation 4-3-3 sein, bei der Pelivan als klarer Sechser agiert und Michelbrink sowie Bittencourt die Doppelacht bilden.
Außerdem könnte Cigerci als Einwechselspieler das Spiel noch einmal entscheidend beeinflussen.
Voraussichtliche Startelf: Lotka – Erlein, Manu, Doumbia, Borgmann – Pelivan – Michelbrink, Bittencourt – Guttau, Kinsombi – Copado. Trainer: Wollitz.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Team, das am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte wiederum muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse auszuspielen.