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Am Trainingszaun: Worum geht es bei diesem Gespräch zwischen dem FCE-Spieler und dem Berater von Wollitz?

Cottbus – Alea iacta est! Energie Cottbus setzt in der verbleibenden Saison auf Leon Guwara (30) als Linksverteidiger. Für Anderson Lucoqui (29) bleibt weiterhin kein Platz im Kader. Am Rande des Trainings am Mittwoch ereignet sich eine bemerkenswerte Szene.

Nach der kurzen Übungseinheit verlässt der aussortierte Linksverteidiger das Trainingsgelände an der Parzellenstraße und trifft außerhalb des Zauns auf René Deffke. Der 59-Jährige ist ein erfahrener Spielerberater und betreut mit seiner Agentur EMD SPORTS GMBH unter anderem FCE-Chefcoach Pele Wollitz (61).

Deffke ist immer wieder bei Pflicht- und Freundschaftsspielen sowie Trainingslagern vor Ort, auch am Mittwoch war er dabei. Das Gespräch mit Lucoqui wirkt keineswegs zufällig: Rund zehn Minuten diskutieren beide intensiv am Zaun. Über welches Thema allerdings, bleibt offen.

Offiziell wird Lucoqui von Cliff Asare vertreten. Spielt Deffke hier die Rolle des Vermittlers und überbringt die Nachricht, dass Lucoqui bei Energie Cottbus sportlich keine Zukunft mehr hat?

Dem Sommerzugang wurde in der vergangenen Transferperiode direkt oder indirekt signalisiert, sich nach einem neuen Verein umzusehen.

Lucoqui blieb zwar im Team, sitzt jedoch an Spieltagen sowie im Testspiel gegen Posen durchweg auf der Ersatzbank oder vor dem Fernseher.

Auch die Verletzung von Axel Borgmann (32) brachte keine Änderung. Laut Wollitz ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, ob der Kapitän am Freitagabend gegen Nürnberg (18.30 Uhr) einsatzbereit sein wird.

Der reguläre Linksverteidiger kämpft seit Darmstadt mit einer Muskelverletzung, sein Einsatz ist eine „Risikobewertung“. Borgmann hatte einen Großteil der Vorbereitung wegen einer Schambeinentzündung verpasst.

Deshalb könnte gegen Nürnberg ein gemeinsamer Einsatz von Guwara und Borgmann im Wechselmodell infrage kommen.

Wahrscheinlich keine Option für die Startaufstellung ist Fousseny Doumbia (21). Als nach etwa 30 Minuten das Team ins Standardtraining überging, blieben neben Lucoqui auch Doumbia außen vor.

Der Neuzugang hatte in Darmstadt nach 55 Minuten für den verletzten Borgmann eingewechselt und war bei einigen Zweikämpfen zu spät gekommen. Auch Wollitz zeigte sich auf der Pressekonferenz unzufrieden mit seiner Leistung.

Die Verpflichtung Guwaras kann daher auch als Maßnahme verstanden werden, den Leihspieler, der in der Vorsaison noch in der fünften Liga aktiv war, aus der Schusslinie zu nehmen und nicht zu sehr zu belasten.