Neuer Rückschlag für Cottbus: Auch Bittencourt fällt aus
Cottbus – Nach der deutlichen 0:3-Niederlage in Bielefeld sucht Energie Cottbus dringend nach einer verlässlichen Mannschaftsstruktur. Doch gerade vor dem DFB-Pokal-Kracher gegen den FC Augsburg (Samstag, 13 Uhr) steht eine wichtige Stütze im Mittelfeld nicht zur Verfügung: Leonardo Bittencourt, wie der DFB offiziell bestätigt.
Der 32-Jährige ist gesperrt – obwohl er im Trikot von Energie keine Fehltritte begangen hat. Die Sperre stammt vielmehr aus der Vorsaison und muss nun abgesessen werden.
Damals schied der ehemalige Bremer überraschend in der ersten Pokalrunde gegen den damaligen Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld aus. Der entscheidende Treffer der Bielefelder zum 1:0 fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit – unter anderem, weil Werder fast eine halbe Stunde in Unterzahl agieren musste.
Bittencourt hatte innerhalb von nur zwei Minuten zweimal einen Zweikampf zu spät angesetzt und nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte erhalten.
Dieser Fehler wurde dem erfahrenen Spieler teuer angelastet: Nicht nur verlor Bittencourt seinen Platz in der Startelf beim Bundesligaauftakt eine Woche später, sondern muss nun ein Jahr später die Folgen seiner Sperre tragen.
Auf Anfrage bei TAG24 erklärte die DFB-Presseabteilung, dass Bittencourt „in der vergangenen Saison eine Gelb-Rote Karte erhalten hat und deshalb für das nächste DFB-Pokalspiel gesperrt ist. Die Sperre gilt bis zum Ablauf des folgenden Spieljahres.“
Für Cottbus bedeutet das kurzfristig den Ausfall einer weiteren Schlüsselperson. Bereits vergangene Woche verabschiedete sich Stürmer Erik Engelhardt (28) mit einem Kreuzband- und Meniskusriss vorzeitig aus der aktuellen Spielzeit.
Gegen Bielefeld fehlten zudem Abwehrchef King Manu (22, Knieprobleme) und Spielmacher Jannis Boziaris (23). Nach der Niederlage auf der Alm wollte Trainer Wollitz keine Angaben dazu machen, wann die beiden Stammspieler wieder zur Verfügung stehen könnten.
Eindeutig ist jedoch: Im defensiven Mittelfeld wird es Änderungen geben müssen.
Dominik Pelivan (30), der gegen Bielefeld als Innenverteidiger zwei gravierende Fehler beging, könnte eine Position nach vorne rücken. Auf seiner eigentlichen Rolle als Sechser harmonierte er gut mit dem jungen Lukas Michelbrink (21).
Beim Duell gegen Augsburg könnte Pelivan somit dem jungen Mittelfeldspieler den Rücken frei halten – während Bittencourt gezwungen ist, von der Seitenlinie zuzusehen.