Obwohl Sieg gegen Dynamo: Cottbus-Trainer Wollitz stellt klare Forderungen
Dresden – So kann man’s machen! Energie Cottbus zeigte sich beim neuen Ligakonkurrenten Dynamo Dresden in guter Form und gewann das erste von zwei Spielen am Samstag mit 2:1 (1:1) gegen eine stark besetzte Mannschaft. Dennoch wiederholt Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) seine deutlichen Forderungen.
„Ergebnisse sind nicht das Entscheidende. Viel wichtiger ist, dass wir die im Trainingslager besprochenen Entwicklungsschritte weiterhin umsetzen. Man hat gesehen, dass die Abstimmung, das Pressing und das Grundverständnis besser geworden sind“, erklärt Wollitz im Hinblick auf den Sieg sowie die anschließende 1:2-Niederlage.
Er ergänzt: „Auch die zwei unterschiedlichen Aufstellungen zeigen das. Ich habe der Mannschaft vorab erklärt, dass zunächst diejenigen spielen, die das Selbstverständnis mitbringen und die Abläufe kennen. Für Neuzugänge ist es nicht leicht, das sofort zu verinnerlichen. Trotzdem bin ich zufrieden.“
Gleichzeitig fordert der Cottbus-Coach, dass der Verein auf dem Transfermarkt weiterhin aktiv bleibt.
„Meine Einstellung dazu bleibt unverändert. Wollen wir unsere Chancen erhöhen und weiterhin mit dieser Intensität spielen? Wollen wir die Kaderbreite und -tiefe verbessern oder gar die Qualität steigern?“, fragt der 61-Jährige.
Wollitz ist sich sicher: „Wir benötigen noch drei bis vier Spieler und ich werde nicht müde, das täglich zu betonen. Wenn der Club die vergangenen fünf Jahre würdigen möchte, erwarte ich, dass wir alles daran setzen, diese Spieler zu verpflichten.“
Eine feste Frist für Transfers legt der Fußball-Lehrer nicht fest. Auch Neuzugänge, die ein bis zwei Wochen nach Saisonbeginn kommen, könnten bestens integriert werden. „Wenn die Mannschaft weiterhin so arbeitet! Zufrieden dürfen wir uns nicht geben, nur weil wir mal 60 gute Minuten gespielt haben. Die 2. Bundesliga ist eine andere Herausforderung, vor allem mit Auswärtsfans und Drucksituationen. Wir brauchen Spieler, die das Trainingsniveau aller anheben.“
Ein solcher Spieler könnte Luca Erlein (19) sein. Laut Lausitzer Rundschau kommt der deutsche U19-Nationalspieler per Leihe von Bayer Leverkusen. Ob er trotz seines jungen Alters dem Abstiegskampf in der 2. Bundesliga gewachsen ist, wird sich zeigen.
Für Wollitz steht jedenfalls nach dem Achtungserfolg in Dresden fest: „Wichtig ist, dass wir uns schnell an diese Situation gewöhnen. Ich habe der Mannschaft gesagt: Der Mensch hat die Fähigkeit, sich rasch anzupassen und an Neues zu gewöhnen. Ich hoffe, dass wir uns an Positive gewöhnen.“