Cottbus beeindruckt Augsburg – Baum spricht sogar von „Bundesliga-Niveau“
Cottbus – Dieser Auftritt fordert selbst von einem Bundesligisten Respekt! Erst in der letzten Spielminute gelingt dem FC Augsburg die Entscheidung im Pokalspiel gegen Energie Cottbus mit 2:0 (0:0). Manuel Baum (46) zeigt sich tief beeindruckt.
„Ich habe mich sehr auf die Partie gefreut, nicht nur wegen des Gegners, sondern weil das für mich Bundesliga-Niveau war“, lobte der Gästetrainer die Atmosphäre und die Leistung von Cottbus.
Bereits vor dem Duell zeigte Baum seine Anerkennung auf ungewöhnliche Weise: Er ließ im Training die Fangesänge der Energie-Anhänger laufen, um seine Spieler auf das intensive Stadionerlebnis vorzubereiten.
„Das Erlebte kann das natürlich nicht vollständig ersetzen“, erklärte der erfahrene Coach. „Wenn man dann wirklich im Stadion steht und spürt, welche Wirkung die Kulisse hat, wann die Fans mitfiebern und lauter werden, ist das nochmal etwas ganz anderes.“
Bereits vor Anpfiff provozierte die Choreografie von Cottbus kräftig, während der Partie musste sich FCA-Torwart Finn Dahmen (28) einiges an Gesängen anhören.
Die Unterstützung der FCE-Anhänger trug wesentlich dazu bei, dass die Begegnung bis zum Schluss spannend blieb. Mittelfeldspieler Lukas Michelbrink (21) meinte nach Spielende: „Zu Hause sind wir wirklich stark. Nach dem Rückstand zum 0:1 haben sie uns nochmal nach vorne gepusht, das war enorm wichtig.“
Ein weiterer wichtiger Faktor war die Leidenschaft und das engagierte Spiel von Energie.
Außenstürmer Julian Guttau (26), der auf der rechten Seite aufblühte, sagte: „Ich denke, wir haben genau das auf den Platz gebracht, was uns in den letzten Spielen oft fehlte: die nötige Intensität. Man hat gesehen, dass wir als geschlossenes Team auch einen Bundesligisten unter Druck setzen können.“
Sein Mitspieler Michelbrink ergänzte: „Wenn du gegen den Ball aggressiv spielst, bist du auch mutig mit dem Ball. Heute hatten wir eine ‚egal was passiert‘-Mentalität. Wir hatten nichts zu verlieren und haben genau so gespielt und gekämpft.“
Dass es letztlich nicht zum Sieg reichte, lag vor allem an der individuellen Qualität der Augsburger vor dem Tor.