Cottbuser Aufstiegsheld bereitet sich bei Berliner Klub auf neue Herausforderung vor
Berlin – Vor zwei Jahren brachte er Energie zurück in den Profifußball, doch aktuell ist Maximilian Pronichev (28) vereinslos. Wie TAG24 erfuhr, nutzt der ehemalige Held des Cottbuser Aufstiegs derzeit die Möglichkeit, sich bei einem Berliner Fünftligisten fit zu halten.
Der russische Offensivspieler absolviert momentan Trainingseinheiten beim NOFV-Oberligisten TuS Makkabi, wie Pronichev gegenüber TAG24 bestätigte. Seine Familie pflege zudem enge Geschäftsbeziehungen zu dem Verein.
Aus diesem Grund sieht Pronichev das Engagement als eine hervorragende Chance, um sich für seine „nächste Mission“ vorzubereiten, so der Spieler im weiteren Gespräch.
Der in Berlin geborene Profi kehrte nach einem Jahr bei Steinbach-Haiger in Hessen zurück in seine Heimatstadt. Vor wenigen Wochen wurde der Vertrag mit dem Verein aus Südwestdeutschland im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst.
Obwohl Steinbach ambitionierte Ziele verfolgte, landete man am Saisonende nur auf dem fünften Rang. Pronichev stieß erst nach der Vorbereitung zum Team, verletzte sich in der Saisonmitte an der Syndesmose und konnte erst ab März wieder mitwirken. Zu diesem Zeitpunkt war der Aufstieg bereits außer Reichweite.
Nun ist der Halbstürmer bereit für eine neue Aufgabe und betont selbstbewusst: „Ich habe richtig Lust zu spielen und will nochmal voll angreifen!“
Am liebsten möchte er eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben „wie damals mit Cottbus“. Anders ausgedrückt: Pronichev ist gewillt, erneut eine Schlüsselfigur beim Aufstieg zu sein.
Gerade in der Regionalliga Nordost gibt es zahlreiche Clubs, die heimlich auf den direkten Aufstiegsplatz hoffen. Pronichev ist mit der Liga und den Stadien bestens vertraut (97 Einsätze, 67 Torbeteiligungen).
Der ausgebildete Stürmer entfaltet seine beste Leistung als kreativer Freigeist hinter den Spitzen, im offensiven Mittelfeld (Achter- oder Zehnerposition). Er ist sowohl in der Lage, durch präzise Vorlagen vorzulegen, als auch selbst Tore zu erzielen, agiert oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort und zeigt vor dem Tor eine eiskalte Effektivität.
Gleichwohl hat er den Ruf, charakterlich nicht immer einfach zu sein. Dem hält der Spieler entgegen: „In Cottbus hat es mit Trainer Wollitz zweimal gut funktioniert, ich habe unter ihm immer abgeliefert. Das sagt doch alles, oder?“
Unter anderem erzielte Pronichev im Aufstiegsfinale gegen Hertha II einen entscheidenden Treffer, der Energie den Aufstieg sicherte. Ein Jahr später musste er den Klub trotz des starken vierten Platzes verlassen.
Jetzt will er seinen nächsten Angriff auf die 3. Liga starten.