Spielbetrug? Eintracht-Profi Wahi offenbar kurz vor WM festgenommen!
Frankfurt am Main – Ärger für Elye Wahi! Der 23-jährige Stürmer der Frankfurter Eintracht, der seit Januar an OGC Nizza ausgeliehen ist, sieht sich offenbar mit dem Verdacht der Spielmanipulation konfrontiert.
Aktuell befindet sich Wahi mit der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada. Nach dem Auftaktsieg gegen Ecuador steht für ihn am kommenden Samstag um 22 Uhr das Gruppenspiel gegen die deutsche Mannschaft an.
Auf der anderen Seite des Atlantiks drohen jedoch erhebliche Schwierigkeiten. Wie "The Athletic" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider berichtet, die mit den Ermittlungen vertraut sind, läuft in Frankreich derzeit ein Verfahren gegen den Angreifer.
Der Vorwurf lautet, dass Wahi beim torlosen Unentschieden gegen den FC Metz am 17. Mai dieses Jahres absichtlich eine Gelbe Karte provoziert haben soll. Bei dieser Begegnung wurde laut dem Ligaverband FLP ein auffälliges Wettverhalten registriert.
Unter anderem wurden Wetten darauf abgeschlossen, dass Wahi in der Partie gegen Metz eine Verwarnung erhält. Der Verband spricht von einem „ungewöhnlich hohen Wettvolumen“ im Zusammenhang mit der Gelben Karte des Ivorers.
Dem Bericht zufolge sei der Stürmer zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft im Rahmen der Ermittlungen festgenommen worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte die vorübergehende Festnahme eines „23-jährigen Fußballers, der in Frankreichs Ligue 1 aktiv ist“.
Die Festnahme erfolgte demnach am 29. Mai im Zusammenhang mit einem Verfahren „wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, Sportkorruption, Hehlerei und Geldwäsche“. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Spieler erhebliche Strafen.
Der Sprecher ergänzte, dass der Fußballer, der nicht zum französischen WM-Kader gehört, nach der Vernehmung wieder freigelassen wurde. Die Untersuchungen dauern weiterhin an.
Eine Anklage gegen Wahi, der noch bis Sommer 2030 bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht und laut Berichten ganz oben auf der Transferliste von Sportvorstand Markus Krösche (45) und Trainer Adi Hütter (56) rangieren soll, wurde bisher noch nicht erhoben. Die FIFA hat sich auf Anfrage des US-amerikanischen Sportmagazins bislang nicht zu dem Fall geäußert.