Elb-Clásico im Mittelpunkt: FCM rechnet mit einem „heiß umkämpften Duell“ gegen Dynamo Dresden
Magdeburg – Am Sonntagnachmittag richtet sich der Blick der gesamten Liga auf Dresden, wo Dynamo und der 1. FC Magdeburg im traditionsreichen Elb-Clásico aufeinandertreffen. Die Ausgangssituation vor diesem Spiel könnte unterschiedlicher kaum sein, dennoch gibt es auch vor diesem Derby keinen klaren Favoriten. FCM-Trainer Petrik Sander äußert sich zur bevorstehenden Herausforderung.
Der 65-Jährige ist sich der besonderen Bedeutung dieses Duells bewusst und formuliert seine Erwartungen deutlich: „Es wird ein sehr intensives und hitziges Spiel mit hoher Spannung erwartet. Dabei könnte es auch zu Provokationen kommen, weshalb wir einen kühlen Kopf bewahren müssen.“
Sander rechnet damit, dass die Dresdner mit viel Druck und aggressivem Anlaufen agieren, um so zahlreiche hohe Ballgewinne zu forcieren. Die Aufgabe seines Teams bestehe darin, diesem Pressing standzuhalten und die gegnerische Abwehr zu überbrücken, um selbst Tormöglichkeiten zu schaffen.
Doch allein die fußballerischen Fähigkeiten werden laut Sander nicht ausreichen, um im Rudolf-Harbig-Stadion zu bestehen. „Wenn wir uns nur auf unser spielerisches Können verlassen, sind wir verloren. Es braucht eine gute Mischung, Durchsetzungsvermögen und die Bereitschaft, jeden Zweikampf anzunehmen“, erklärt der Coach. „Nicht umsonst heißt es: heißes Herz und kühler Verstand.“
Stefan Kutschke, der derzeit im Dresdner Team arbeitet, hatte unter der Woche betont, dass man dem Gegner „auch mal wehtun müsse.“ Hierauf reagiert Sander nüchtern: „Mit dem Begriff ‚wehtun‘ tue ich mich etwas schwer, aber solange alles im Rahmen bleibt, ist das in Ordnung. Es zeigt auch, dass in den Reihen der Dresdner eine gewisse Nervosität herrscht.“
Tabellarisch ist die Ausgangslage vor dem Elb-Clásico schnell erklärt: Der FCM steht mit 13 Punkten und vier Siegen sicher auf Rang vier, während Dynamo auf Platz 16 mit fünf Zählern und lediglich einem Sieg dringend aufpassen muss, am Ende des Spieltags nicht das Schlusslicht zu bilden.
Doch Verantwortliche und Spieler sind sich einig, dass die Tabelle wenig über den tatsächlichen Spielverlauf aussagt. Letztlich handelt es sich um ein Derby, bei dem kaum vorhersehbar ist, welche Mannschaft ihren Plan besser umsetzen kann.
„Dynamo hat klar zu wenige Punkte für das, was sie bisher gezeigt haben. Sie sind eine sehr laufstarke Truppe, tun sich aber schwer, ihre Chancen zu verwerten. Das bietet natürlich auch dem Gegner Möglichkeiten“, analysierte Sander die Konkurrenz.
Unabhängig von der besonderen Atmosphäre des Elb-Clásicos wollen sowohl Baris Atik nach dem Spiel gegen Hannover als auch Dominik Reimann in dieser Woche betonen, dass es für sie letztlich ein ganz normales Zweitligaspiel ist, das man unbedingt gewinnen will.