Eispiraten empfangen Eislöwen vor großer Kulisse: Schietzolds Trikot Nummer 13 wird unter das Hallendach gezogen
Crimmitschau – Über 2300 Tickets wurden für das Sachsenderby bereits im Vorverkauf verkauft, darunter allein 500 Gästetickets, die den Block bis auf den letzten Platz füllen werden! Die Rückkehr der Dresdner Eislöwen ist schon Grund genug, am Freitagabend den Sahnpark der Eispiraten zu füllen. Doch ein weiteres besonderes Ereignis sorgt zusätzlich für Spannung: Das Trikot von André Schietzold (39) wird künftig unter das Hallendach gezogen und nicht mehr vergeben.
Bereits die Rückennummern 1 von Ralf Kösling (60), 10 von Torsten Heine (47) und 43 von Stefan Steinbock (63) wurden auf diese Weise geehrt – nun folgt Schietzolds 13. Solche Ehrungen sind in Crimmitschau selten. „Wenn man bedenkt, dass erst drei Spieler diese Auszeichnung erhielten, macht mich das natürlich stolz. Besonders, weil ich aus dem eigenen Nachwuchs des ETC komme“, gab „Schietz“ vor dem Spiel zu Protokoll.
Mit insgesamt 669 Pflichtspielen (104 Tore und 260 Assists) avancierte der gebürtige Werdauer zum Rekordspieler der Westsachsen und führte die Mannschaft zwischen 2014 und 2019 als Kapitän an.
„Diese Zeit war geprägt von Höhen und Tiefen. Auch wenn es nicht immer leicht war, hat es stets Freude bereitet und war eine schöne Phase, in der auch wertvolle Freundschaften entstanden“, blickt Schietzold zurück.
Eigentlich war geplant, ihn gegen die Eislöwen nochmals offiziell zu lizenzieren. Nach Rücksprache mit der Liga wird darauf jedoch verzichtet. Somit bleibt es bei der Eispräsentation vor dem Bully – für Schietzold dennoch ein emotionaler Moment: „Ich freue mich sehr, noch einmal im ‚Sahn‘ auf dem Eis zu stehen.“
Und wie sieht es mit einem Derbysieg im Anschluss aus? „Um dieses Spiel zu gewinnen, müssen wir unsere Höchstleistung abrufen“, ist Angreifer Tim Lutz überzeugt. Während die Eispiraten mit drei Punkten einen guten Start hingelegt haben, warten die Dresdner noch auf ihren ersten Erfolg. Lutz ergänzt: „Wir müssen sehr diszipliniert spielen und Strafen unbedingt vermeiden.“