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Fünfstellige Geldstrafe? Eispiraten und Fans setzen sich mit missglückter Choreo auseinander!

Crimmitschau – Auch die beiden Cheftrainer, Christof Kreutzer (59) und Jussi Tuores (37), beschäftigten sich mit der misslungenen Choreografie der Anhänger der Eispiraten aus der Heinekurve.

„Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Fans eine solche Aktion hier starten. Trotz der Freude und der hohen Erwartungen vor diesem Derby war das für die Spieler beider Teams schlichtweg unverantwortlich. Ich frage mich, ob überhaupt jemand aus der Fangruppe schon einmal auf dem Eis stand. Das Risiko für Verletzungen ist einfach zu groß“, äußerte Füchse-Coach Kreutzer gleich zu Beginn der Pressekonferenz seine Kritik.

Papierschlangen und Konfetti lagen auf der Eisfläche, die daraufhin erneut präpariert werden musste. Außerdem hatten sich die Materialien im Netz hinter dem Tor sowie unter dem Hallendach verfangen, weshalb sie aufwendig mit einem Laufkran entfernt werden mussten.

Dies führte insgesamt zu einer Verzögerung von 55 Minuten, wodurch sich die Mannschaften erneut aufwärmen mussten, um Muskelverletzungen vorzubeugen.

„Die Sicherheit der Spieler steht an erster Stelle. Daher ist es richtig, dass man sich für die Eisvorbereitung mehr Zeit nimmt“, erklärte Eispiraten-Headcoach Tuores. „Aus meiner Sicht war das einfach unüberlegt. Ich hoffe, dass alle Beteiligten daraus ihre Lehren ziehen“, fügte Kreutzer hinzu.

Parallel dazu bezogen sowohl die Eispiraten als auch die aktive Fangemeinde Stellung: Choreografien und eine lebendige Fankultur sind ein wichtiger Bestandteil der Heimspiele, betonte der DEL2-Club, zog jedoch klar eine Grenze: „Weder der Sport noch unser Team, die Gastmannschaft oder der gesamte Spielbetrieb dürfen durch solche Aktionen beeinträchtigt werden.“

Durch den Vorfall sind die Kosten für Security und Ordner gestiegen. Hinzu kommt ein Ermittlungsverfahren der DEL2, das wahrscheinlich eine Geldstrafe nach sich ziehen wird. Nach aktuellem Stand schätzt man, dass die daraus entstehenden finanziellen Aufwendungen im fünfstelligen Bereich liegen könnten, so die Eispiraten.

Die Heinekurve, die die volle Verantwortung für die Verzögerung des Spiels übernimmt, teilte mit, dass derzeit intensiv darüber gesprochen wird, wie die finanziellen Folgen bestmöglich aufgefangen werden können.