Spielsperre oder Geldbuße: Wird Eispiraten-Trainer Tuores wegen Kritik an Schiedsrichtern bestraft?
Crimmitschau – Drohen dem Chefcoach der Eispiraten, Jussi Tuores (37), Konsequenzen aufgrund seiner heftigen Kritik an den Schiedsrichtern? Nach der 2:3-Niederlage am Sonntag in Weiden entlud sich der finnische Eishockeytrainer auf der Pressekonferenz. Die Unparteiischen sollen ihm später zugegeben haben, dass vier Fehlentscheidungen gegen sein Team getroffen wurden.
Tuores äußerte sich auf der Pressekonferenz folgendermaßen: „Wir verlieren wegen der Leistung der Schiedsrichter. Caroline Butt pfeift hier in Weiden zum ersten Mal – warum ist sie überhaupt angesetzt? Das ist unfassbar!“
Er fuhr fort: „Wir haben 18 Strafminuten kassiert. Viermal hat man sich wegen Fehlentscheidungen bei mir entschuldigt. Wie kann das sein? Beide Mannschaften trainieren während der Woche hart, und am Ende entscheiden die Schiedsrichter, wer gewinnt? Den Sieg von Weiden will ich nicht kleinreden, sie haben ihn sich verdient.“
Ob Tuores für seine Äußerungen noch mit Sanktionen rechnen muss, wird vom Ligaverband geprüft. TAG24 erkundigte sich bei DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch, der bestätigte, dass das entsprechende Videomaterial ausgewertet werde.
„In den kommenden Tagen wird eine Entscheidung getroffen. Da das Verfahren noch läuft, können wir derzeit keine Details bekanntgeben“, erklärte der DEL2-Chef.
Etwaige Strafmaßnahmen werden von der DEL2 über die offiziellen Kanäle kommuniziert, ebenso ist eine offizielle Stellungnahme zu erwarten.
Im Hinblick auf mögliche Konsequenzen nannte Rudorisch verschiedene Optionen: „Denkbar sind sowohl eine Geldbuße als auch eine Spielsperre.“
In den sozialen Netzwerken haben Fans der Eispiraten bereits vorsorglich vorgeschlagen, Geld für eine mögliche Strafe zu sammeln.