Eigentlich sollte er Eintracht Frankfurt mehrere Millionen einbringen – Hat sich der Klub bei diesem Transfer verkalkuliert?
Frankfurt am Main – Noel Futkeu (23) sollte der Eintracht einen beträchtlichen finanziellen Gewinn bescheren, doch bislang scheint das Geschäft rund um den Angreifer nicht wie erhofft zu laufen. Konkrete Angebote für den Torjäger der 2. Liga liegen offenbar noch nicht vor.
Eintracht Frankfurt verfolgt mit Futkeu einen klaren Plan: Der 23-jährige Stürmer soll nach seiner Rückkehr von der SpVgg Greuther Fürth den Verein schnell wieder verlassen.
Doch dies gestaltet sich offenbar schwieriger als zunächst angenommen.
Nach Angaben von Sky-Transferexperte Florian Plettenberg (38) fordert die Eintracht derzeit eine Ablösesumme von bis zu acht Millionen Euro für Futkeu.
Eine Entscheidung über einen Abschied des Spielers sei zwar bereits gefallen, doch bislang gebe es noch keine Offerte von potenziellen Käufern.
Vor einigen Wochen lagen die finanziellen Erwartungen des Klubs sogar höher. Medienberichten zufolge hoffte Frankfurt zunächst auf etwa zehn Millionen Euro Ablösesumme.
Nun ist nur noch von maximal acht Millionen die Rede. Zwar wurde von Seiten des Bundesligisten nie offiziell ein Preis kommuniziert – dennoch stellt sich die Frage: Hat sich die Eintracht bei diesem Transfer verkalkuliert?
Im April hatte Frankfurt die Rückkaufoption gezogen und somit den Mittelstürmer offiziell zurück an den Main geholt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge zahlten die Hessen dafür rund 1,3 Millionen Euro an Fürth.
Ein Verkauf für acht Millionen Euro wäre trotzdem ein gutes Geschäft, allerdings muss sich erst ein Verein finden, der bereit ist, eine solche Ablösesumme zu zahlen.
Sportlich lieferte Futkeu überzeugende Argumente: In der vergangenen Zweitliga-Saison erzielte er 19 Treffer und bereitete zusätzlich fünf Tore vor.
Damit wurde er Torschützenkönig und trug maßgeblich dazu bei, dass Greuther Fürth die Klasse hielt.
Trotzdem scheint Futkeu in den sportlichen Planungen von Eintracht Frankfurt keine tragende Rolle zu spielen. Laut Plettenberg wird der Angreifer den Klub voraussichtlich verlassen.
Der Wettlauf um den Transfer dürfte somit erst richtig beginnen. Je länger sich konkrete Angebote verzögern, desto größer könnte der Druck auf die Eintracht werden und die Ablösesumme weiter sinken.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle definiert Folgendes: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte, also Rang 16, muss in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.