Eintracht sichert sich Lilian Brassier: Kommt jetzt ein spanischer Europameister dazu?
Frankfurt am Main – Kurz vor dem Ende der Transferperiode tut sich bei Eintracht Frankfurt noch einmal etwas. Am Montagabend bestätigten die Hessen die Verpflichtung von Lilian Brassier.
Der 26-jährige Franzose unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031 und wird bei den Adlerträgern künftig mit der Rückennummer 3 auflaufen. Für den Verteidiger überwies die SGE an Stade Rennes etwa zehn Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen.
Mit insgesamt 161 Einsätzen in der Ligue 1 – neben Rennes stand Brassier auch bei Stade Brest und Olympique Marseille unter Vertrag – bringt er viel Erfahrung mit. Der fünffache französische U20-Nationalspieler ist ein Linksfuß und spielt vornehmlich in der Innenverteidigung, kann jedoch auch die linke Abwehrseite abdecken.
Sportvorstand Markus Krösche (45) lobte in einer Vereinsmitteilung: „Mit Lilian Brassier haben wir einen körperlich starken und schnellen Verteidiger verpflichtet, der Zweikämpfe mit großer Intensität führt und dabei sehr dynamisch agiert.“
Trainer Adi Hütter (56), der Brassier noch aus seiner Zeit bei AS Monaco in der Ligue 1 kennt und besonders dessen Schnelligkeit schätzt, bekommt somit genau den Verteidiger, den er sich gewünscht hat. Gerade in der vergangenen Saison offenbarten die Frankfurter deutliche Schwächen bei der Konterabsicherung.
Mit der Verpflichtung von Brassier sowie Torwart Noah Atubolu (24) ist zumindest in der Defensive ein Teil der Kaderprobleme behoben. Schwieriger bleibt die Situation im Angriff: Nach dem gescheiterten Transfer von Ritsu Doan (28) für 17 Millionen Euro nach Saudi-Arabien – dieser scheiterte am Veto des Spielers – könnte es nun an finanziellen Mitteln für Wunschstürmer Arnaud Kalimuendo (24) mangeln.
Um die geschätzte Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro für den französischen Angreifer aufzubringen, müssten noch Spieler abgegeben werden. Ein vielversprechender Kandidat dafür könnte Hugo Larsson (22) sein. Laut „Kicker“ zeigt der Premier-League-Klub FC Fulham Interesse und wäre bereit, die geforderten 25 Millionen Euro für den Schweden zu zahlen.
Und wenn sich kein Verkauf realisieren lässt? Wie „Sky“ berichtet, hat Markus Krösche für diesen Fall mit Joselu (36) einen weiteren interessanten Spieler auf dem Zettel. Der 17-fache spanische Nationalspieler mit sechs Länderspieltoren und Europameister von 2024 steht nach seinem Engagement beim katarischen Klub Al-Gharafa derzeit ohne Verein da und wäre somit ablösefrei zu haben.
Joselu spielte bereits in der Saison 2013/14 für Eintracht Frankfurt und kann auf eine beeindruckende Karriere mit 577 Profieinsätzen zurückblicken – unter anderem für Newcastle United, Espanyol Barcelona und Real Madrid. Dabei erzielte er 193 Tore und bereitete 45 weitere vor.