Dynamo-Torwart Schreiber zum Fehlstart der Saison: „Wieder mit beiden Beinen auf dem Boden“
Dresden – Als Geheimfavorit und mit großer Euphorie gingen Experten wie Felix Kroos (35) und Simon Terodde (38) sowie diverse Medien vor dem Beginn der Zweitliga-Saison von Dynamo Dresden aus. Doch der Auftakt beim Spiel in Nürnberg offenbarte eine andere Wirklichkeit.
„Am Ende habt ihr das gezeigt, nicht wir. In der Mannschaft waren wir deutlich spürbar, das hat man auch in den Vorbereitungsspielen gesehen. Einige sind sicher davon ausgegangen, dass wir in Nürnberg als klare Favoriten auftreten. Die Euphorie wird letztlich durch eure Aussagen entfacht. Wir aber waren ruhig, fokussiert und wollten unser Spiel durchziehen“, erklärte Tim Schreiber (24) in Richtung der Pressevertreter.
Der Schlussmann von Dynamo musste jedoch auch eingestehen: „Heute [Sonntag, Anm. d. Red.] ist es uns nicht gelungen. Hoffentlich ist jedem bewusst, dass wir jetzt wieder auf dem Boden der Realität angekommen sind.“
Sind die Medien schuld am schlechten Start? Ganz und gar nicht. Schreiber und seine Mitspieler wissen genau, dass sie beim 0:3 nicht ihre gewohnte Leistung abgerufen haben. „Zunächst sollten wir ganz schnell den Blick auf uns selbst richten und unsere Fehler analysieren“, betonte auch Kapitän Niklas Hauptmann (30).
„Wir haben keine Kontrolle darüber, was von außen gesagt oder geschrieben wird. Wir sind uns sehr wohl bewusst, wie anspruchsvoll die 2. Liga ist und dass sich auch die anderen Mannschaften verstärkt haben. Das sollte nach dem heutigen Spiel jedem klar sein.“
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Am Sonntag im Heimspiel gegen Darmstadt wollen die Schwarz-Gelben mit Sicherheit ein anderes Gesicht zeigen und beweisen, dass die Auftaktniederlage nur ein Ausrutscher war. Die Anhänger von Dynamo, die oft zwischen Hoffnungen auf den Aufstieg und Abstiegsängsten schwanken, werden es ihnen verzeihen – vorausgesetzt, die Spieler geben auf dem Platz alles.
„Wir haben verdient verloren und wollten vor allem defensiv anders auftreten. Unsere Verteidigung war einfach zu schwach“, erklärte Thomas Keller (27) nach dem Spiel in Nürnberg bei DynamoTV.
Und weiter: „Die 2. Liga bedeutet, sich ständig neu beweisen zu müssen. Wir können nicht nach Nürnberg fahren und denken, es läuft von selbst. Genauso wird es auch gegen Darmstadt sein. Wir müssen auf die heutige Leistung reagieren, denn das war nicht akzeptabel!“
2. Bundesliga – Tabelle und Bedeutung
In der Tabelle der 2. Bundesliga gilt: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte nimmt an der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga teil, um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.