Emotionaler Ost-Kracher! Dynamo feiert ersten Heimdreier seit sechs Jahren gegen Magdeburg
Dresden – Was für ein packendes Ost-Duell für Dynamo Dresden! Die Schwarz-Gelben sichern sich vor 30.651 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion den ersten Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg seit sechs Jahren. Mit 2:0 behält das Team von Trainer Thomas Stamm die Oberhand.
Die Tore erzielten Kapitän Niklas Hauptmann per Elfmeter (9. Minute) sowie Simon Straudi (50. Minute). Dieser Erfolg markiert in der 2. Bundesliga einen entscheidenden Befreiungsschlag für Dynamo, das zuletzt am 16. August im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 (1:0) gewinnen konnte.
Magdeburg reist enttäuscht nach Hause, denn beim dritten Saisonverlust blieb das Team von Trainer Petrik Sander erstmals ohne eigenen Treffer. Ausschlaggebend dafür war vor allem die disziplinierte Abwehrleistung der Dresdner, die mit großem Laufpensum das Ost-Duell dominierten und dem Gegner wenig Raum ließen.
Endergebnis:
Dynamo Dresden – 1. FC Magdeburg 2:0
1:0 Niklas Hauptmann (9., Elfmeter), 2:0 Simon Straudi (50.)
Unser Liveticker begleitete das Spiel live – hier lässt sich das Geschehen noch einmal nachverfolgen:
Petrik Sander, Trainer 1. FC Magdeburg: „Glückwunsch an Dynamo zum verdienten Sieg, auch wenn das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch ausfällt. Aber das sind nur Spekulationen. Wir hatten direkt zu Beginn die Chance, die Partie zu verunsichern, als wir nach 20 oder 30 Sekunden allein aufs Tor hätten zulaufen können. Diese Möglichkeit haben wir nicht genutzt. Bis zum Elfmeter hatten wir viel Ballbesitz und spielten ruhig, doch der Strafstoß war eindeutig und unstrittig. Es war ärgerlich, aber solche Dinge passieren im Fußball. Danach mussten wir dem Spiel hinterherlaufen. Dynamo hat alles gegeben, viel gelaufen, viel Druck gemacht. Uns gelang es nicht, ihre erste Pressinglinie zu überspielen oder schnell ins Gegenpressing zu kommen. Unser Spiel war zu langsam und inkonsequent, sodass Dynamo immer wieder ihre Abwehr stabilisieren konnte. Insgesamt haben wir nicht unser bestes Niveau erreicht. Wäre der Anschluss zum 2:1 gelungen, hätte sich die Partie vielleicht noch gedreht. Aber heute hatten wir es wohl nicht verdient. Jetzt heißt es, die Wunden zu lecken.“
Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: „Meine Einschätzung ähnelt der von Magdeburg. Anfangs war Magdeburg aktiver, hatte gute Chancen – beispielsweise als Tobi den Ball nicht klären konnte. Wir hatten aber ebenfalls unsere Momente, besonders im Umschaltspiel schon in Halbzeit eins. Unsere Balleroberungen waren vielfältig und wir zeigten Geduld, um den Ballbesitz von Magdeburg auch einmal zu akzeptieren. In der Phase, in der wir defensiv tief standen, ließen wir kaum etwas zu. Nach der Pause sind wir sehr gut ins Spiel gekommen und erzielten zu einem günstigen Zeitpunkt das zweite Tor. Magdeburg hatte danach eine Gelegenheit, wir wiederum zwei sehr große Chancen durch Vince. Wir haben es gut geschafft, Druck aufzubauen. Besonders zufrieden bin ich mit unserer defensiven Leistung – das war heute entscheidend. Zum Schluss waren wir mutig, haben die Bälle nicht einfach nur nach vorne geschlagen und so keinen unnötigen Ballbesitz verschenkt. Der Sieg ist verdient, auch wenn man weiß, dass sich solch ein Spiel nach einer Anfangsphase mit Magdeburger Chancen auch anders entwickeln hätte können.“
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15:35 Uhr: Die Spieler von Dynamo feiern ausgelassen und zeigen mit einem Spruchband eine klare Botschaft für die zweite Runde im DFB-Pokal am 28. Oktober gegen den FC Schalke 04: „Alle in Gelb ins Stadion!“
15:29 Uhr: Schöne Momente nach dem Spiel! Kapitän Niklas Hauptmann wird für seinen 200. Einsatz für Dynamo Dresden geehrt, den er bereits im vorherigen Auswärtsspiel in Osnabrück absolviert hatte.
15:23 Uhr: Abpfiff! Dynamo sichert sich den verdienten Sieg.
90.+3: Die Schwarz-Gelben bringen den Vorsprung über die Zeit. Magdeburg wirkt resigniert und bleibt erstmals in dieser Saison ohne eigenen Treffer.
90. Minute: Es werden fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt.
87. Minute: Beide Teams nehmen noch einmal zwei Wechsel vor. Bei Dynamo kommen Kaan Inanoglu und Luca Herrmann für Patrice Covic und Niklas Hauptmann. Magdeburg bringt Roko Simic und Richmond Tachie für Pierre Nadjombe und Mateusz Zukowski.
85. Minute: Muhamedbegovic sieht die erste Gelbe Karte dieses intensiven Spiels – bemerkenswert, dass es so lange gedauert hat.
82. Minute: Riesenchance für Magdeburg! Atik bekommt den Ball im Strafraum und zieht aus vollem Lauf ab, doch der Ball verfehlt das Dresdner Tor knapp. Der frühere Dresdner wird von den eigenen Fans ausgepfiffen und ist sichtlich frustriert.
80. Minute: Dynamo wechselt erneut: Für Rapp und Vermeij kommen Muhamedbegovic und Fröling. Zuvor konnte SGD-Torwart Lennart Grill einen Schuss von Zukowski parieren.
78. Minute: Dynamo kündigt einen Doppelwechsel an – Fröling und Muhamedbegovic werden eingewechselt.
77. Minute: Nicolai Rapp muss das Feld verletzt verlassen. Für ihn kommt ein Ersatzspieler. Bei Magdeburg ersetzt Baars den ausgewechselten Kwarteng.
74. Minute: Die nächste Gelegenheit für Dynamo. Raschl zieht ab, doch Magdeburgs Torhüter Reimann hält. Die Gästefans versuchen ihr Team anzufeuern, doch es fehlt momentan an der nötigen Kreativität, um die Partie noch zu drehen.
72. Minute: Erster Wechsel bei Dynamo: Ben Bobzien verlässt den Platz, Jakob Lemmer kommt neu ins Spiel.
70. Minute: Vermeij vergibt eine weitere große Chance, nachdem Tobias Müller in letzter Sekunde klärt. Der Niederländer bekommt die Möglichkeit zum dritten Mal in Folge nicht, den Ball im Magdeburger Tor unterzubringen – eine harte Situation für ihn.
68. Minute: Was für eine Szene! Vermeij läuft völlig frei auf Torhüter Reimann zu, trifft jedoch nur den Keeper und verpasst das leere Tor.
65. Minute: Raschl ist nach einer Behandlung am Knöchel wieder auf dem Feld zurück.
63. Minute: Raschl muss am rechten Knöchel behandelt werden und liegt verletzt am Boden.
62. Minute: Aus Magdeburger Sicht ist Baris Atik der aktivste Spieler. Er findet jedoch keine Anspielstation und versucht selbst einen Schuss aus halblinker Position, der knapp am rechten Pfosten vorbeigeht.
59. Minute: Dynamo macht weiter Druck, verpasst es jedoch, den Vorsprung auszubauen. Vermeij wird angespielt, entscheidet sich aber für einen Pass auf Covic, der gut bewacht wird und nicht abschließen kann.
57. Minute: Magdeburg versucht eine Schwächephase von Dynamo zu nutzen, doch Iyoha zieht zu viele Haken im Strafraum und schießt am linken Pfosten vorbei.
55. Minute: Doppelwechsel bei Magdeburg: Bockhorn und Hyryläinen verlassen das Feld, es kommen Nollenberger und Chávez.
50. Minute: Tor für Dynamo! Sterner setzt sich im Zweikampf gegen Atik durch, der zu Boden geht – aber es war kein Foulspiel. Die Gastgeber spielen weiter, bringen den Ball in den Strafraum, wo Straudi zum 2:0 einschießt. Magdeburg wirkt schläfrig aus der Kabine gekommen und wird dafür kalt erwischt.
48. Minute: Dynamo startet wacher in die zweite Hälfte. Sterner tunnelte Bockhorn und bringt eine scharfe Flanke in den Sechzehner, doch dort findet sich kein Abnehmer.
46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft und Dynamo ist gleich wieder gefährlich, Magdeburg kann jedoch klären.
14:32 Uhr: Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine – das Spiel geht gleich weiter.
14:17 Uhr: Halbzeitpause! Magdeburg prüft Grill noch mit einem Kopfball, der Torhüter hält sicher. Dynamo führt mit 1:0.
45. Minute: Atik wird von Rapp an der Strafraumgrenze gefoult, es gibt Freistoß für Magdeburg aus guter Position, doch Atik setzt den Ball weit über das Tor.
43. Minute: Dynamo wirkt in diesem Ost-Duell deutlich griffiger und wacher als Magdeburg, das bislang Schwierigkeiten hat, sein spielerisches Potenzial auf dem Platz zu zeigen. Das liegt auch an der starken Defensive der Gastgeber.
36. Minute: Die Hausherren übernehmen mehr und mehr das Kommando. Magdeburg macht einfache Fehler im Spielaufbau, die Dynamo zu schnellen Kontern nutzt. Covic versucht für Vermeij aufzulegen, doch Magdeburg klärt zur Ecke.
34. Minute: Dynamo verpasst eine große Chance! Nach schnellem Umschaltspiel erobert Bobzien den Ball, passt auf Raschl, der auf Covic weiterleitet. Dessen Schuss wird von Torwart Reimann abgewehrt, doch im Strafraum steht kein Schwarz-Gelber, um den Abpraller zu verwerten.
32. Minute: Dynamo verteidigt sehr energisch und konsequent. Obwohl Magdeburg mehr Ballbesitz und Zweikämpfe für sich entscheidet, verhindert die SGD im letzten Drittel jede gefährliche Situation.
27. Minute: Das Spiel läuft munter hin und her. Dynamo hat den Ball, Vermeij passt in den Strafraum, jedoch in den Rücken von Hauptmann. Sterner kommt an den Ball, wird allerdings geblockt.
24. Minute: Große Möglichkeit für die Gäste: Dynamo verliert den Ball im Aufbau, Atik startet über links und passt zu Kwarteng, der knapp am rechten Pfosten vorbeischießt.
22. Minute: Iyoha setzt Straudi auf der rechten Abwehrseite von Magdeburg unter Druck, doch der Verteidiger hält bislang stand.
20. Minute: Magdeburg hat inzwischen etwa 80 Prozent Ballbesitz, zieht sich nun aber etwas zurück und überlässt Dynamo das Spielgerät.
15. Minute: Atik flankt auf den Kopf von Hyryläinen, dessen Versuch fängt Dynamo-Keeper Lennart Grill sicher.
13. Minute: Großchance für Dynamo! Raschl erobert den Ball von Kwarteng, läuft auf den Torwart zu, schießt, doch Reimann pariert den Ball.
12. Minute: Magdeburg muss sich vom frühen Rückstand erst erholen, behält aber weiterhin hohen Ballbesitz von rund 75 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob sie das in Zählbares ummünzen können.
9. Minute: Tor für Dynamo! Kapitän Niklas Hauptmann übernimmt Verantwortung, verwandelt sicher zum 1:0.
8. Minute: Elfmeter für Dynamo! Beim Klärungsversuch trifft Tobias Müller Rapp am Wade. Der Schiedsrichter wird per VAR überprüft, Dr. Robin Braun entscheidet auf Strafstoß.
6. Minute: Magdeburg startet sehr aktiv, Atik versucht einen Distanzschuss aus rund 20 Metern, doch der Ball geht vorbei.
4. Minute: Tobias Müller foult Ben Bobzien, der kurz liegen bleibt. Dynamo erhält einen Freistoß, kann daraus aber keinen Profit schlagen.
4. Minute: Iyoha dringt in den Strafraum ein und lässt sich auch von Straudis Block nicht stoppen, doch Grill hält den Schuss sicher.
2. Minute: Kennedy Okpala steht nicht im Kader, da er verspätet zum Treffpunkt kam – eine bittere Nachricht.
1. Minute: Anpfiff! Der Ball rollt.
Vor dem Spiel zeigten die Dynamo-Fans eine eindrucksvolle Choreografie.
Eine unschöne Szene vor dem Anstoß: Ein vermummter Magdeburger Anhänger schnitt mit einem Cuttermesser das Sicherheitsnetz über dem Gästeblock durch. Deshalb müssen die mitgereisten Fans nun unten an der Mauer stehen, was theoretisch einen Zugang zum Innenraum ermöglichen könnte.
Vor dem Duell äußerten sich Magdeburgs Trainer Petrik Sander, Kapitän Dominik Reimann sowie Dynamos Spielführer Niklas Hauptmann im Gespräch mit Sky:
Petrik Sander: „Es fiel uns schwer, aber der Impuls von Nollenberger wirkt sich auf uns und den Gegner aus. Pierre Nadjombe hat im letzten Heimspiel eine starke Leistung gezeigt. Wir müssen abwägen, da Nollenberger erst seit zwei Tagen wieder mit dem Team trainiert und wir das Risiko eines Rückfalls nicht eingehen wollen.“
„Ich erwarte nicht nur von außen viel Emotion, sondern auch von innen. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Dynamo wird uns hoch anpressen, darin liegt unsere Chance. Wir müssen die erste Pressinglinie überspielen und dann zeigen, was wir zuletzt gezeigt haben“, erklärt Sander zuversichtlich.
Dominik Reimann (FCM-Torwart): „Wir haben noch eine Rechnung aus dem letzten Heimspiel gegen Dynamo offen. Wenn wir daran anknüpfen, ist heute etwas drin.“
Niklas Hauptmann (Dynamo-Kapitän): „Es ist ein besonderes Spiel. Für uns ist es wichtig zu verstehen, worauf es heute ankommt. Wir haben keinen Grund, nervös zu sein. Nur Reden wird nicht helfen – ich will dieses Spiel gewinnen, alles andere interessiert mich nicht.“
Klare Worte von allen Beteiligten.
Der Ost-Kracher zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg sorgt heute für viel Spannung. Auch Energie-Cottbus-Coach Pele Wollitz lässt sich das Spiel im Rudolf-Harbig-Stadion nicht entgehen.
Um 12:50 Uhr betraten die Dynamo-Spieler das Feld zum Aufwärmen. Kurz darauf kamen die Magdeburger, die von den Dynamo-Anhängern mit einem Pfeifkonzert empfangen wurden. Die eigenen Fans skandierten „Auswärtssieg, Auswärtssieg“.
Die Aufstellungen stehen fest: Dynamo schickt dieselbe Mannschaft ins Rennen wie zuletzt, mit Simon Straudi erneut auf der linken Verteidigerposition. Alexander Rossipal sitzt auf der Bank.
Magdeburg tritt ebenfalls unverändert an, wie beim 3:0-Heimsieg gegen Hannover.
Acht Minuten nach den Gästen erreichte auch das Dynamo-Team um 11:57 Uhr das Stadiongelände.
Über dem Stadion und dem Großen Garten kreist derweil ein Hubschrauber, um die Lage zu überblicken.
Die Magdeburger Mannschaft kam kurz nach den mitgereisten Fans an.
Um 11:49 Uhr bog der Mannschaftsbus der Gäste von der Lennéstraße auf das Stadiongelände ein.
Der Transfer der Magdeburg-Fans vom Kaufpark Nickern zum Stadion läuft auf Hochtouren. Mehrere Shuttlebusse brachten die Anhänger bereits zum Rudolf-Harbig-Stadion und sind aktuell wieder unterwegs.
Der 31. Oktober 2015 ist für Dynamo Dresden historisch: Mit einer riesigen Blockfahne, die fast das gesamte Stadion bedeckte, sorgten die Ultras mit dem „Projekt X“ europaweit für Aufsehen.
Für die Herstellung der Fahne benötigten sie 851 Tage, verarbeiteten 70 Kilometer Garn und setzten acht Nähmaschinen ein. Die Fahne maß 35 Meter in der Höhe, 350 Meter in der Länge und hatte eine Fläche von 12.250 Quadratmetern.
Die Bilder gingen weit über Deutschland hinaus viral und markierten einen historischen Moment.
Vor Stadionöffnung herrscht großer Andrang im K-Block.
Ein Aufruf für die zweite Runde im DFB-Pokal gegen Schalke 04 hängt prominent: „Alle in Gelb ins Stadion!“
Rund um das Rudolf-Harbig-Stadion ist die Polizeipräsenz bereits anderthalb Stunden vor Anpfiff deutlich spürbar.
Hinter dem Gästeblock in Richtung Blüherpark bereiten sich Einsatzkräfte vor, darunter auch Hundeführer mit ihren Tieren.
Das Ost-Duell wird heute live auf Sky und WOW übertragen. Zuschauer ohne Abo können die Begegnung leider nicht sehen.
Die Sky-Konferenz wird heute von Yannick Erkenbrecher und Experte Torsten Mattuschka direkt aus dem Rudolf-Harbig-Stadion moderiert. Die Einzelspiel-Kommentierung übernimmt Christian Straßburger. In der Konferenz ist zudem Hansi Küpper zu hören.
Der Magdeburger Tobias Müller muss heute besonders vorsichtig agieren, da ihm bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre im nächsten Spiel droht. Er hat bereits vier Verwarnungen gesammelt und würde beim nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC fehlen. Bei allen anderen Spielern beider Teams besteht keine Sperrgefahr.
Für dieses Spiel wurde Dr. Robin Braun (30) vom DFB als Schiedsrichter angesetzt. Er promovierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Thema „Die Regressfähigkeit von monetären Disziplinarmaßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Zweckentfremdung“ – eine rechtliche Analyse von Verbänden, die finanzielle Sanktionen auf Verursacher zurückwälzen können.
Seine Assistenten in Dresden sind Asmir Osmanagic und Luca Jürgensen. Vierter Offizieller ist Justin Hasmann. Als VAR agiert Nicolas Winter, unterstützt von Vanessa Kaminski.
Für Dynamo ist Braun bislang kein Glücksbringer: In vier von ihm geleiteten Spielen gab es drei Niederlagen und ein Remis. Magdeburg hat unter seiner Leitung eine ausgeglichenere Bilanz mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und fünf Unentschieden in neun Partien.
Heute findet zum 16. Mal der Sonderspieltag „Love Dynamo Hate Racism“ bei Dynamo statt. Allerdings verlief die sportliche Bilanz zuletzt enttäuschend: Vor drei Jahren feierte die SGD zuletzt einen Sieg an diesem Tag, damals ein 1:0 gegen Preußen Münster. 2024 endete das Spiel 3:3 gegen Rot-Weiss Essen, im Vorjahr verloren die Schwarz-Gelben mit 1:2 gegen den SC Paderborn.
Vor dem Spiel kam es bereits zu einer kleinen verbalen Stichelei. Dynamos Ex-Kapitän Stefan Kutschke, der seine Karriere im Sommer beendete, äußerte sich im „Schwarz-Gelb, der Dynamo-Podcast“ wie folgt:
„Im positiven Sinne – und das bitte nicht falsch verstehen – muss man das Stadion an diesem Tag mitreißen, es für sich gewinnen. Es geht um das Momentum, das Du brauchst, um das Stadion auf Deine Seite zu ziehen. Egal ob durch Zweikämpfe oder Torschüsse – Du musst die Emotionen mitnehmen, denn es ist ein Derby und am Ende zählen nur die drei Punkte. In solchen Spielen muss es auch mal wehtun. Das Stadion ist keine Wohlfühloase, deshalb muss es für den Gegner unangenehm werden. Ich bin überzeugt, dass wir an diesem Wochenende diesen wichtigen Heimsieg holen werden.“
Unklar blieb, ob Kutschke mit „wehtun“ vor allem die Gegner meint oder dass die eigenen Spieler an ihre Grenzen gehen müssen. Magdeburgs Trainer Petrik Sander wurde genau danach gefragt und erklärte:
„Es ist legitim, so etwas zu sagen – Stefan Kutschke ist ein emotionaler Spieler gewesen. Ich bin sicher, dass es ein heißes Spiel mit hoher Intensität und Provokationen wird. Wir müssen cool bleiben. Dass Dresden das Spiel hart machen will, ist verständlich. Ich persönlich tue mich mit dem Begriff ‚wehtun‘ etwas schwer, aber solange alles im Rahmen bleibt, ist das in Ordnung. Es zeigt auch, dass bei Dynamo etwas Nervosität herrscht.“
Wie so oft wird die endgültige Antwort heute auf dem Spielfeld gegeben.
Personell stehen beiden Teams nahezu alle Spieler zur Verfügung. Dynamo muss jedoch weiterhin auf Abwehrchef Thomas Keller verzichten, der an den Folgen einer Gehirnerschütterung laboriert. Ebenfalls fehlen Kenneth Schmidt (Reha nach Kreuzbandriss) und Lars Bünning (Reha nach Hirnblutung).
Lukas Boeder ist wieder fit, nachdem er zuletzt muskuläre Probleme hatte. Nach seiner Rückkehr im Tor beim Auswärtsspiel in Osnabrück wird diesmal erneut Lennart Grill im Kasten stehen.
Bei Magdeburg ist die Personalsituation sogar noch besser: Einzig Lubambo Musonda fehlt aufgrund eines Achillessehnenrisses. Trainer Petrik Sander hat wohl nahezu alle Spieler zur Verfügung, auch wenn bei Alexander Nollenberger und Falko Michel noch kleine Fragezeichen hinter dem Einsatz standen.
Während der Schulferienzeit ist bei den Dresdner Verkehrsbetrieben traditionell viel Baustelle angesagt: Aktuell werden die Gleise im Bereich Pirnaischer Platz, Wilsdruffer Straße und Grunaer Straße erneuert.
Deshalb fahren die Straßenbahnlinien 1, 2 und 9 vom Straßburger Platz in Richtung Stadion über die Haltestellen Georg-Arnhold-Bad, Lennéplatz und Hauptbahnhof Nord zur Prager Straße.
Die Linie 12 fährt nicht, stattdessen gibt es einen Bus-Ersatzverkehr, der am Emanuel-Goldberg-Platz in Striesen startet und über den Fetscherplatz, Straßburger Platz sowie Pirnaischer Platz nach Leutewitz fährt. Dieser Ersatzbus bedient auch die weggefallenen Haltestellen Altmarkt, Pirnaischer Platz und Deutsches Hygiene-Museum.
Weitere Informationen hierzu sind bei den DVB erhältlich.
Wie vor jedem bedeutenden Spiel werden auch diesmal wieder Statistiken und Zahlen hervorgeholt: Die Gesamtbilanz zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg spricht mit 40 Siegen bei 81 Duellen für die SGD, daneben stehen 19 Unentschieden und 22 Niederlagen.
In der 2. Bundesliga sieht die Bilanz jedoch ausgeglichen aus: Hier gewann jede Mannschaft jeweils einmal, dazu gab es zwei Unentschieden.
Der letzte Heimsieg von Dynamo gegen Magdeburg liegt sechs Jahre zurück und fand am 10. Oktober 2015 während der Corona-Pandemie in der 3. Liga mit 1:0 statt. Das jüngste Aufeinandertreffen im Januar 2026 entschied Dresden mit 2:1 in der Avnet-Arena für sich.
Im Hinspiel in Dresden am 9. August 2025 ging allerdings der FCM mit 2:1 als Sieger vom Platz. Interessant ist auch, dass Magdeburgs Trainer Petrik Sander seit 17 Jahren nicht mehr gegen Dynamo gewinnen konnte. Sein letzter Erfolg gegen die Sachsen datiert vom 7. April 2009, als er mit dem VfR Aalen 4:3 siegte.
Die Polizei verbindet keine guten Erinnerungen mit dem letzten Duell der beiden Elbestädte am 24. Januar in Magdeburg. In der Halbzeitpause kam es zu Angriffen von FCM-Anhängern auf die Einsatzkräfte, bei denen rund 70 Beamte verletzt wurden.
Zuvor hatten Fans Sicherheitskameras abgeklebt und besprüht, zudem flogen herausgerissene Sitzschalen und Pflastersteine auf die Polizei. Außerdem versuchten Magdeburger Anhänger, in den Dresdner Gästeblock einzudringen.
Wegen dieser Vorfälle wurde die Polizei umfassend auf die heutige Partie vorbereitet. Einsatzkräfte aus Dresden, Sachsen, Magdeburg sowie der Bundespolizei sorgen für Sicherheit.
Für die Anreise der Gästefans ist erstmals der Parkplatz am Kaufpark Nickern als Sammelstelle für Autofahrer vorgesehen – bislang war das die Rinne im Ostragehege. Von dort verkehren Shuttlebusse zum Stadion. Zudem wird ein Sonderzug aus Magdeburg erwartet. Vom Dresdner Hauptbahnhof fahren ebenfalls Shuttlebusse. Insgesamt werden 2.784 Fans aus Magdeburg erwartet.
Alle Details dazu findet ihr auch in unserem Artikel: „Darum ist der Ost-Kracher Dynamo gegen Magdeburg für die Polizei ein besonderes Spiel.“
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Ost-Kracher Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg!
Wir halten euch hier rund um das Spiel, währenddessen und nach Abpfiff stets auf dem Laufenden.
Tabelle 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga erklärt sich wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister der 2. Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte schafft den direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um seinen Platz in der höchsten Spielklasse zu sichern oder aufzusteigen.