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Gelbsperre, Ampelkarte und Übermotivation – Dynamos Keller findet nicht in den Rhythmus

Heidenheim – So hatte sich Thomas Keller (27) seinen Auftritt in Heidenheim bestimmt nicht vorgestellt. Bei der 3:5-Niederlage fehlte der Abwehrchef von Dynamo Dresden nach seiner Gelb-Roten Karte in der turbulenten Schlussphase seinem Team schmerzlich.

Die vier Gegentore nach seinem Platzverweis allein auf das Fehlen des erfahrenen Innenverteidigers zu schieben, wäre jedoch zu kurz gegriffen. Denn Keller konnte in dieser Spielzeit noch nicht an die starke Form aus der Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen.

Vier Jahre verbrachte Keller auf der Ostalb, stieg mit Heidenheim in die Bundesliga auf, sicherte den Verbleib in der höchsten Spielklasse, sammelte Erfahrungen im Europapokal mit Trainer Frank Schmidt (52) und erzielte sogar ein Treffer. Im Januar folgte die Leihe nach Dresden, was mit einem enormen Leistungssprung einherging.

Daraufhin bemühten sich die Sachsen intensiv darum, den 27-Jährigen dauerhaft zu verpflichten. Nach dem erfolgreichen Transfer für eine Ablösesumme in Millionenhöhe waren alle zufrieden – Keller selbst, Dynamo und die Anhänger.

Den Schwung aus dem ersten halben Jahr hat der Innenverteidiger jedoch noch nicht vollständig in die neue Saison übertragen können.

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Keller wirkt in seinem Auftreten, besonders in der Abwehrorganisation und beim Einbinden seiner Mitspieler, noch nicht so sicher. Stattdessen greift er häufiger zum Foul, um entstandene Lücken zu schließen. In den bisherigen drei Ligaspielen kassierte er jeweils eine Gelbe Karte, in Heidenheim sogar zweimal – was den Platzverweis zur Folge hatte.

„Ich sehe ihn nicht im Rücken, dann falle ich, glaube ich, auf seinen Fuß oder komme irgendwie leicht in ihn rein“, erklärte Keller im Anschluss an die fünfte Rote Karte seiner Karriere im Duell mit Marcel Costly (30). Vielleicht war es auch ein Stück zu viel Ehrgeiz.

Keller wollte bei seinem Gastspiel am alten Wirkungsort wohl besonders überzeugen. Er beteiligte sich intensiver als sonst an Offensivaktionen, nahm Schüsse aus der zweiten Reihe und führte Freistöße aus. Trotz Krämpfen, die ihn bereits vor der Ampelkarte quälten, gab er alles – ein insgesamt unglücklicher Tag.

Vor allem, weil das Team ohne ihn den Faden verlor. In der Schlussphase schien jeder Schuss ins Tor zu gehen, wie es Trainer Thomas Stamm (43) treffend beschrieb.

„Am Ende müssen wir das einfach besser verteidigen, auch wenn wir in Unterzahl sind. Das gilt es definitiv aufzuarbeiten, gleichzeitig müssen wir aber den Blick nach vorne richten“, sagte Robert Wagner (23), der das 2:1 für Dresden erzielt hatte.

Tabelle 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga besagt Folgendes: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte tritt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga an, um den Verbleib beziehungsweise den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse zu klären.