Wie Dynamo-Trainer Stamm den knappen Heimsieg gegen Darmstadt einschätzt
Dresden – Fußball kann mitunter täuschen. Beim 0:3 in Nürnberg war nicht alles schlecht für Dynamo Dresden; spielerisch zeigte die Mannschaft sogar mehr Stärken als beim 1:0 gegen Darmstadt. Darüber hinaus hatte die SGD mehr Torchancen als beim Spiel gegen den SVD. Für Coach Thomas Stamm (43) passte zumindest das Ergebnis. „Ein großer Fortschritt war es aber nicht“, erklärt er.
„Natürlich ist Fußball ein Ergebnissport – und das soll er auch bleiben. Doch es geht auch darum, einige Details genauer zu betrachten. Dafür sind wir verantwortlich. Deshalb sehe ich das nicht als einen riesigen Schritt nach vorne.“
Zumindest offensiv war das nicht der Fall. Defensiv jedoch zeigte sich eine Verbesserung. Während in Nürnberg noch dreimal der Ball im Netz zappelte, blieb diesmal die Null stehen. „Ja, wir haben weniger zugelassen. Insgesamt standen wir kompakter, egal ob hoch oder tief. Die Abstände zwischen den Linien waren deutlich enger, das war besser“, lobt der Schweizer die defensive Stabilität.
Wer sich allerdings die Expected Goals (xG) in der Offensive anschaut, erkennt noch Verbesserungsbedarf. Bei 0,64 lag der Wert gegen Darmstadt (SVD 0,38), in Nürnberg – Achtung – sogar bei 1,96, also etwa dreimal so hoch. Der Unterschied: In Nürnberg lief offensiv wenig zusammen, dagegen erzielte Jonas Sterner (24) gegen Darmstadt den Siegtreffer.
„Ich habe viele Dinge gesehen, die bereits letzte Woche gut waren, aber im letzten Drittel nicht ganz sauber umgesetzt wurden. Wenn wir ehrlich sind: Wir hatten nicht viele Chancen. Wenn wir im letzten Drittel etwas präziser sind, ähnlich wie letzte Woche, könnten wir vielleicht noch ein Tor mehr erzielen. Das ist diesmal nicht gelungen“, räumt Stamm ein.
Dennoch setzt der 43-Jährige vor allem auf die Fortschritte, die er gesehen hat. Am ersten Spieltag kassierte seine Mannschaft zwei Gegentore nach Standardsituationen, diesmal verteidigten seine Spieler die ruhenden Bälle besser.
„Wir haben hier Fortschritte gemacht – gerade im Umgang mit der körperlichen Wucht und der Größe des Gegners. Das ist immer eine Herausforderung für uns. Daher ein Lob an die Mannschaft“, hebt er hervor. „Es sind zwar kleine Schritte“, fügt er hinzu. „Wir wissen, was wir leisten können.“
Nun gilt es, die richtige Balance zu finden. Und das Positive: Fußball bleibt ein Ergebnissport. Die drei Punkte vom Sieg sind für das Selbstvertrauen wichtig. Ohne Punkte nach zwei Spielen wäre die Lage deutlich schwieriger gewesen.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den 1. Platz belegt, wird Meister und steigt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.