Neuer Rekord in der 2. Bundesliga! Dynamo rennt sich die Seele aus dem Leib – doch das reicht nicht
Dresden – Mit einer Gesamtstrecke von 133,07 Kilometern legte Dynamo beim 1:2 gegen Hertha Berlin eine Laufleistung hin, die es seit Beginn der Datenerfassung in der 2. Bundesliga noch nie gegeben hat. Am Ende mussten die Dresdner dieser enormen Anstrengung allerdings Tribut zollen. Zum einen, weil sie häufig hinterherlaufen mussten, zum anderen, weil ihnen am Ende die Kraft ausging.
„Diese 133 Kilometer zeigen für mich vor allem eines“, kommentierte Trainer Thomas Stamm (43). „Die Mannschaft zeigt großen Willen und viel Einsatz. Allerdings müssen wir es im Ballbesitz deutlich stabiler und vor allem präziser gestalten. Gerade bei den Verlagerungen hatte Hertha die Nase vorn.“
Die Berliner präsentierten sich wie ein Spitzenreiter: clever, mit bewusstem Spiel und dennoch mit sehr viel Intensität.
„Grundsätzlich habe ich schon öfter betont, dass allein die Laufleistung nicht ausschlaggebend ist“, ergänzte Stamm. „Viel wichtiger sind die intensiven Läufe und die Sprints. In der zweiten Halbzeit sind wir sogar mehr Kilometer gelaufen, weil wir die Kontrolle verloren hatten und nicht mehr in der Lage waren, diese zurückzuerobern.“
Es war also ein ständiges Hinterherjagen.
Während Dynamo in der ersten Halbzeit – abgesehen vom Ausgleichstreffer zum 1:1 – nahezu makellos gegen den Tabellenführer auftrat, war davon in Durchgang zwei kaum noch etwas zu sehen.
In großen Teilen wirkte es so, als hätten die Dresdner zu oft dem Gegner hinterherlaufen müssen und dafür mehr Kraft aufwenden müssen.
„In der ersten Halbzeit lief es noch besser, danach hatten wir kaum noch Ballphasen. Es gab zu viele schnelle Ballverluste, sodass Hertha deutlich mehr Ballbesitz hatte. Zusammengefasst war die erste Hälfte erfolgreich, die zweite dann nicht mehr.“
Im zweiten Durchgang zeigten die Berliner ihre ganze Qualität – nicht nur durch das Tor zum 2:1, das Jon Thorsteinsson mit seinem zweiten Distanzschuss erzielte, sondern auch durch fünf oder sechs weitere hochkarätige Chancen.
Von einem Klassenunterschied will man nicht sprechen, doch besonders in Sachen Cleverness und Abgeklärtheit in den entscheidenden Momenten war Hertha der SGD trotz der enormen Laufbereitschaft schlicht überlegen.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte tritt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga an, um entweder den Aufstieg oder den Klassenerhalt zu sichern.