Dynamo trotzt dem Trend am Sonderspieltag: Drei Punkte im Elb-Clásico sollen her
Dresden – „Der Block hat uns gerade nochmal richtig eingestimmt, sodass wir genau wissen, worum es nächste Woche geht“, erklärte Niklas Hauptmann (30) nach dem Unentschieden in Osnabrück. Der Kapitän von Dynamo und seine Mitspieler haben vor dem Ost-Derby gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag eine klare Botschaft erhalten.
Gegen den ungeliebten Rivalen, der bereits acht Punkte Vorsprung hat, müssen drei Zähler her. Während der FCM in den Aufstiegsrängen mitmischt, kämpft die SGD als Tabellensechzehnter verbissen gegen den Abstieg in die 3. Liga.
Was würde also besser passen, als mit einem Heimsieg gegen Magdeburg den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle zu schaffen?
„Das wäre ein wichtiger Schritt für nächste Woche“, wollte Torwart Lennart Grill (27) im Vorfeld zum Duell nicht viele Details verraten.
„Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel, drei Punkte mitzunehmen. Aber klar, durch die Fans, die uns schon bestens eingestellt haben, ist vielleicht noch ein extra Funke dabei“, zeigte sich Simon Straudi (27) ähnlich bestimmt.
Der Sieg soll in Dresden bleiben – und das am „Love-Dynamo-hate-Racism-Tag“, der sportlich bislang selten von Glück begleitet war.
Das letzte Spiel an diesem besonderen Tag fand am 25. Oktober des vergangenen Jahres statt. Dynamo verlor damals mit 1:2 – wie so oft in letzter Zeit nach eigener Führung. Ein Jahr zuvor endete das Spiel in der 3. Liga gegen Essen mit einem 3:3. Im Jahr 2023 gab es einen knappen 1:0-Erfolg gegen Münster, den man am Sonntag gerne wiederholen würde.
Insgesamt findet dieser Spieltag bei Dynamo nun schon zum 16. Mal statt. Er steht unter dem Motto „Viele Gesichter, eine Haltung“ und ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je.
„Unser Einsatz gegen Rassismus ist keine symbolische Geste oder Ausdruck einer bestimmten politischen Meinung. Er basiert auf dem Respekt vor der Würde jedes Einzelnen und den gemeinsamen Werten unserer Sportgemeinschaft“, heißt es in der Ankündigung von Dynamo zum Spieltag.
Eine eindeutige Botschaft richtete Cheftrainer Thomas Stamm (43) in der vergangenen Saison an jene, die sich nicht daran halten wollen: „Ich bitte diese Personen, unsere Spiele nicht mehr zu besuchen.“
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Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg bzw. den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Fußballliga.