Schlechter Start! Dynamo Dresden steht noch schlechter da als im Vorjahr: Ein Sieg "würde helfen"
Dresden – Nach vier Spielen steht Dynamo bei nur einem Sieg, drei Niederlagen und einem Torverhältnis von 5:10. Damit fällt die Bilanz sogar noch enttäuschender aus als im letzten Jahr, als bei ebenfalls drei Punkten die Tordifferenz nur minus zwei betrug. Damals wurde das schwache Abschneiden vor allem auf den schwachen Kader zurückgeführt. Diesmal liegt es jedoch nicht am Personal, denn die Mannschaft ist qualitativ besser aufgestellt. Trotzdem hat Dresden erneut einen Fehlstart hingelegt – Platz 17 spricht eine klare Sprache.
Was im Vorjahr folgte, ist bekannt: Dresden sammelte lediglich 13 Punkte und stand am Saisonende als deutlich abgeschlagener Letzter da. Danach wurde der Kader gezielt verstärkt, was letztlich den Klassenerhalt ermöglichte. Gegen Bochum standen viele dieser Spieler auf dem Feld, die im Frühling noch maßgeblichen Anteil am Verbleib in der Liga hatten.
Doch derzeit ist von der Spielfreude, der Geschlossenheit und der Cleverness aus dem Frühjahr kaum etwas zu erkennen. Das bringt die Mannschaft auch mental zunehmend unter Druck.
Mit einer solchen Krise rechnete nach der Sommerpause niemand. Alle, die mit mehr als nur dem Klassenverbleib gerechnet hatten, dürften nun schweißgebadet aufgewacht sein. Es geht aktuell nur noch darum, die 2. Bundesliga zu halten – nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht war es sogar kontraproduktiv, dass viele Experten Dynamo Dresden als Geheimfavoriten gehandelt haben. Jetzt aber steckt die SGD im Tabellenkeller – und das ist alles andere als ein Geheimnis.
Wie soll man nun mit dieser Situation umgehen? Wie lässt sich verhindern, dass negative Gedanken überhandnehmen und stattdessen Optimismus bewahrt wird? Dynamo-Coach Thomas Stamm (43) hielt seine Antwort kurz und knapp: „Nächste Woche gewinnen. Das würde helfen.“ Wenn es doch nur so einfach wäre.
Stamm wiederholte seine Forderungen, die er bereits vor der Partie geäußert hatte. Er verlangt von seinem Team ein sauberes, klares Spiel. Bei beiden Gegentoren jedoch war das genaue Gegenteil zu beobachten.
„Wenn wir in unseren Abläufen sauberer und präziser agieren, passieren solche Fehler nicht. Es ist meine Aufgabe, dass die Mannschaft und die neuen Spieler das umsetzen“, erklärte er selbstkritisch und nahm sich dabei ebenfalls in die Verantwortung.
Das klingt alles nachvollziehbar – umgesetzt werden muss es jedoch auf dem Spielfeld. „Wir waren nicht so präzise und konzentriert, wie wir es sein müssten. Das war sehr unsauber und für uns ungewohnt“, stellte Stamm klar und schüttelte wiederholt den Kopf. „Wir haben viele Bälle erobert, verlieren sie aber immer wieder unnötig.“
Dem Trainer fehlt derzeit die Kontrolle, „die wir brauchen, um Punkte zu holen“. Diese Kontrolle muss dringend zurückgewonnen werden, sonst wächst der Frust nur noch weiter.
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Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Spielzeit auf Platz 1 steht, wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Derselbe Aufstieg gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen spielt gegen den Drittletzten der Bundesliga in einer Relegation um den Aufstieg beziehungsweise den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse.