Kehrt Toni Leistner zu Dynamo zurück? Gespräche zwischen der SGD und dem Innenverteidiger laufen!
Dresden/Berlin – Mama, Papa, Bruder und Opa – sämtliche Angehörigen von Fußballprofi Toni Leistner (35) leben weiterhin in Dresden. Besteht die Chance, dass sie ihren „verlorenen Sohn“ bald wieder täglich in der Heimat willkommen heißen können? Das ist durchaus denkbar!
Nach Informationen von TAG24 hat Dynamo Dresden tatsächlich Kontakt zu dem Innenverteidiger aufgenommen, und die Verhandlungen über eine mögliche Rückkehr sind im Gange.
Ursprünglich war das kaum zu erwarten, denn Toni Leistner wollte seine Laufbahn eigentlich bei Hertha BSC beenden. Doch als die „Alte Dame“ am 8. Mai offiziell bekanntgab, dass der Abwehrchef und Vize-Kapitän keinen neuen Vertrag erhält, wurde klar, dass Leistners Plan nicht realisiert werden kann.
Aufhören möchte er dennoch nicht, denn er ist nach wie vor in Topform und verpasste in der letzten Saison lediglich aus persönlichen Gründen eine Trainingseinheit bei Hertha.
Eine Rückkehr zu Dynamo wäre für beide Seiten ein durchaus schönes Ende. Beide Parteien hatten sich nicht unbedingt im Guten getrennt, denn Leistner hatte über Jahre hinweg berechtigterweise das Gefühl, nicht genügend Wertschätzung zu erfahren, ehe er seine Karriere nach dem Abstieg mit Dynamo 2014 bei Union Berlin erfolgreich neu belebte.
Nach Stationen bei Queens Park Rangers, dem 1. FC Köln, dem Hamburger SV und dem belgischen St. Truiden wechselte er 2013 zu Hertha, wo er sich trotz anfänglicher Skepsis mit seiner kämpferischen und starken Spielweise in die Herzen der Ostkurve im Berliner Olympiastadion spielte.
Der Ausgang der Verhandlungen mit Dynamo Dresden ist derzeit offen. Als erstes berichtete die Bild-Zeitung über die Gespräche.
Eigentlich hatten die Leistners schon 2020 geplant, sich in Dresden niederzulassen und erwarben ein Grundstück am Loschwitzer Elbhang. Am 22. September desselben Jahres wurde in seiner Geburtsstadt die zweite Tochter mit Ehefrau Josefine geboren.
Aber behördliche Auflagen verhinderten damals den Hausbau am Elbhang, weshalb die Familie Dresden verließ und mittlerweile in Potsdam lebt. Anfang 2025 komplettierte die Geburt der dritten Tochter das Familienglück.
Sowohl sportlich als auch menschlich wäre Leistner für Dynamo eine Bereicherung. Vor allem nach dem Karriereende von Stefan Kutschke (37) fehlt es an Führungsspielern mit „Stallgeruch“, die das Team zusammenhalten können. Leistner zählt definitiv dazu und kennt als gebürtiger Dresdner die Dynamo-Strukturen genau.
Im Sommer 2025 wurde der Innenverteidiger vom Kicker als „herausragend“ bewertet, im Winter 2025/26 verbesserte er seinen Notenschnitt sogar noch.
Obwohl oft die Geschwindigkeit als Kritikpunkt genannt wird, überzeugt Leistner vor allem durch seine Robustheit, seine umfangreiche Erfahrung und sein taktisches Verständnis. Die spannendste Frage wird sein, ob sich Leistner und der Verein hinsichtlich seiner Rolle und Einsatzmöglichkeiten einig werden.
Die nächsten Wochen werden weitere Klarheit bringen. Auf jeden Fall würde sich Leistners Familie freuen, ihn wieder häufiger in Dresden zu sehen.