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Dynamo-Torwart Schreiber ärgert sich über zu leicht kassierte Gegentore

Dresden – Eigentlich hätte Tim Schreiber durch seine Paraden zum Matchwinner avancieren können, doch stattdessen musste der Keeper von Dynamo Dresden gleich drei Mal hinter sich greifen. Nach der 0:3-Niederlage in Nürnberg fand Dresdens alte und neue Nummer eins deutliche Worte.

„In den ersten 15 bis 20 Minuten waren wir einfach noch nicht präsent auf dem Platz. Natürlich fällt das erste Gegentor dadurch viel zu leicht, und danach kommen wir nicht richtig ins Spiel“, erklärte der 24-Jährige.

„Das zweite und dritte Tor entstehen auf ähnliche Weise. Wir lassen uns bei einfachen Standards zu leicht ausspielen. Wenn wir solche Situationen derart leichtfertig zulassen, wird es schwer. Wir müssen daraus lernen, denn wenn wir derart billige Gegentore kassieren, wird es problematisch.“

Vor dem 0:2 lenkte Schreiber einen Schuss von Tim Janisch noch stark an die Latte, vor dem 0:3 parierte er zunächst den Elfmeter von Mohamed Ali Zoma.

„Es ärgert mich, dass ich den Ball nicht besser weglenken konnte“, sagte Schreiber.

„Doch entscheidender ist die Situation davor. Wir hätten den Elfmeter gar nicht erst bekommen dürfen, da es ein Freistoß war. Wir haben auf dem Feld nicht miteinander gesprochen“, kritisierte er. „Da müssen wir endlich erwachsen werden!“

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Dem Torwart fehlte auf dem Spielfeld vor allem die Kommunikation – ebenso wie grundlegende Dinge.

„Auch im Spielaufbau waren wir zu passiv. Wenn ich den Ball hatte, war das Spiel zu statisch“, monierte Schreiber. Allerdings musste auch er sich selbst an die eigene Nase fassen, denn zahlreiche lange Bälle landeten im Seitenaus.

Nach dieser Niederlage bleibt wohl nur, den Kopf wieder aufzurichten – vermutlich handelte es sich erst einmal nur um einen Warnschuss.

„Das ist eben die 2. Liga. Wir haben das schon letztes Jahr erlebt, als wir ebenfalls auf die Nase gefallen sind. Das kann manchmal auch hilfreich sein“, überlegte Schreiber. „Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Saison ist mit noch 33 Spieltagen trotzdem lang. Man muss das alles realistisch sehen. Nicht alles ist schlecht.“

Bereits am Sonntag gegen Darmstadt haben sie die Gelegenheit, es besser zu machen.