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Dynamo-Torhüter Bethke trifft auf seinen alten Klub Cottbus: „Ich hege keinen Groll“

Dresden – Dynamo Dresdens Cheftrainer Thomas Stamm (43) hat eine Entscheidung getroffen: Beim Testspiel am Samstag gegen Ligakonkurrent Energie Cottbus werden Tim Schreiber (24) im ersten und Elias Bethke (23) im zweiten Durchgang im Tor stehen. Für Bethke bedeutet das eine Begegnung mit seinem früheren Verein, den er im Januar verlassen hat.

Hätte er sich einen anderen Gegner für das Testspiel gewünscht? Schließlich verlief sein Wechsel nicht ganz geräuschlos.

„Nein“, antwortet Bethke, „ich freue mich darauf, meine ehemaligen Teamkollegen wiederzusehen. Es ist ja mittlerweile ein halbes Jahr her und ich habe noch mit vielen Kontakt.“

Auch über den Aufstieg von Energie Cottbus zeigte sich der Torwart erfreut. Einen kleinen Beitrag dazu hatte er selbst geleistet – in den ersten beiden Spielen der Saison stand er noch im Tor, ehe er sich beim Aufwärmen vor dem DFB-Pokalspiel gegen Hannover eine schwere Sehnenverletzung zuzog.

Mit den Lausitzern holte er vier Punkte: 3:3 gegen Saarbrücken und 2:0 in Schweinfurt.

„Ich war zwölf Jahre beim Verein in Cottbus. Für die Region und den Klub habe ich mich wirklich gefreut. Besonders für die Jungs, mit denen ich zusammengespielt habe. Es war schön zu sehen, wie sie in Regensburg den Aufstieg geschafft haben“, erzählt der 23-Jährige.

Mit Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) hingegen hatte er seit Januar keinen Kontakt mehr. Dass er von ihm sportlich ins Abseits gestellt wurde, nimmt Bethke gelassen hin.

„Marius Funk hat seine Sache gut gemacht, ich war ein halbes Jahr verletzt. So ist Fußball, man kann ersetzt werden. Ich bin kein Mensch, der Groll empfindet. Ich freue mich einfach darauf, gegen Cottbus anzutreten.“

Auch in Nürnberg möchte er sich beweisen. Dort wird Bethke vermutlich mit Tim Schreiber um den Platz im Tor kämpfen. Den Konkurrenzkampf sieht er positiv: „Er spornt uns alle an und bringt uns weiter.“ Und das auf eine faire Art und Weise.

„Das ist nicht mehr so wie früher, als man sich auf dem Platz gegenseitig attackiert und außerhalb nichts miteinander sprach. Wir tauschen uns aus. Jeder will zeigen, dass er bereit für Nürnberg ist.“