Dynamo-Stürmer Daferner vor Wechsel? Drittligisten zeigen offenbar Interesse
Dresden – In der sogenannten Transferpause greift man oft zu, was möglich ist. Bis Mittwoch hat Dynamo Dresden mit dem ersten Neuzugang jedoch auf sich warten lassen, was natürlich Spekulationen befeuert. Doch selten werden diese so intensiv diskutiert, wie es jetzt der Fall ist.
Am Mittwoch berichtete die Bild-Zeitung (noch vor der Verpflichtung von Brookly Ezeh), dass mehrere Drittligavereine Interesse an Christoph Daferner (28) bekundet haben sollen. Demnach sollen der MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen und Fortuna Düsseldorf ihre Fühler nach dem Stürmer von Dynamo ausgestreckt haben.
Es mag sein, dass diese Clubs Informationen eingeholt haben. Ein wirkliches Weggehen nach zwei Jahren bei Dynamo scheint allerdings äußerst unwahrscheinlich, zumal weder der Spieler noch der Verein ein solches Szenario befürworten.
Sportlich hätte Daferner in der vergangenen Zweitliga-Saison durchaus erfolgreicher sein können. Den Platz in der Startelf verlor der 28-Jährige mit der Rückkehr von Vincent Vermeij (31) an den Anfang der Spielzeit. Meist spielte er nur noch kurze Zeit. Dennoch erzielte er in 1131 Minuten sieben Treffer und bereitete ein Tor vor.
Mit seiner Rückkehr im Sommer 2024 hat sich Daferner bewusst für Dynamo Dresden entschieden, denn nur hier fühlt sich der Angreifer wirklich wohl. Die Stationen in Nürnberg und Düsseldorf verliefen für ihn wenig erfolgreich. Beide Seiten wissen daher, was sie aneinander haben.
„Dass ‚Dafi‘ im Strafraum kaum Chancen benötigt, um effektiv Tore zu erzielen? Absolut!“, betonte Trainer Thomas Stamm (43) während der Saison. Daferner halte den Konkurrenzkampf aufrecht und habe sich trotz seiner Rolle als Edeljoker stets ohne Murren hinten angestellt.
Warum sollte Schwarz-Gelb nach dem Karriereende von Stefan Kutschke (37) nun eine weitere Baustelle aufmachen und einen zweiten Stürmer verpflichten? Zudem dürfte ein Abgang von Daferner nur ab einer mittleren sechsstelligen Ablösesumme für Dynamo interessant sein – für die meisten Drittligisten schwer zu stemmen. Die SGD soll einst 250.000 Euro an den 1. FC Nürnberg gezahlt haben.
Doch nicht nur der Verein müsste einem Wechsel zustimmen, auch Daferner selbst. Der gebürtige Schwabe aus Bayern hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Seine Zukunftsplanung scheint gerade jetzt von besonderer Bedeutung zu sein, denn – das wurde spätestens beim letzten Heimspiel deutlich – „Dafi“ wird zum zweiten Mal Vater.
„Ich glaube, das spielt schon eine Rolle. Man trägt mehr Verantwortung für sich und die Familie, was den sportlichen Erfolg angeht. Außerdem kämpft man nicht mehr nur für sich selbst, sondern hat eine Familie im Rücken. Dadurch verändert sich das Leben komplett. Aber ich finde, es ist das Schönste, was es auf der Welt gibt“, erklärte er im vergangenen Jahr im Hinblick auf sein erstes Kind.